
Es hat ein paar Tage gedauert und wohl sogar einen Anruf bei der Schlichtungsstelle des DFB mit sich gebracht, doch am Wochenende haben sich der SV Waldhof Mannheim und der SC Paderborn dann doch auf direktem Wege über einen Wechsel von Kennedy Okpala zum Zweitligisten geeinigt – bevor laut „kicker“ in der kommenden Woche ein nicht-öffentliches Schlichtungsverfahren beim DFB stattgefunden hätte.
Okpala hat vor der Einigung beider Klubs seine fristlose Kündigung in Mannheim zurückgenommen und der SC Paderborn überweist nun die mittels Ausstiegsklausel festgeschriebene Ablöse in Höhe von rund 550.000 Euro. Mannheim hatte sich zunächst geweigert, die Klausel für den Winter anzuerkennen, lenkte nun aber wohl auch deshalb ein, weil im schlechtesten Fall ein Abgang Okpalas zum Nulltarif gedroht hätte. Dass beide Vereine zeitgleich im Trainingslager an der türkischen Riviera weilten, war für den erfolgreichen Verlauf der Gespräche sicherlich nicht hinderlich.
„Ich begrüße es sehr, dass wir eine einvernehmliche Lösung gefunden haben. Diese ist im Sinne von Kennedy, von uns und auch von Waldhof Mannheim. Wir freuen uns sehr, dass Kennedy wie geplant für uns ab sofort in der 2. Bundesliga auflaufen kann“, kommentierte Paderborns Geschäftsführer Sport Sebastian Lange den Transfer zufrieden, wohingegen das Mannheimer Statement sehr knapp und sachlich ausfiel – auch unter Verzicht auf warme Worte in Richtung Okpalas, der mit seiner Vorgehensweise in der Quadratestadt sicherlich keinen Beliebtheitspreis mehr gewinnen wird.
Immerhin können sich die Buwe nun aber mit einer stattlichen Ablöse trösten, die in der bis zum 2. Februar laufenden Transferperiode weitere Verpflichtungen nach der Ausleihe von Innenverteidiger Oluwaseun Ogbemudia vom 1. FC Union Berlin ermöglicht.
Dass der Fokus besonders auf der Offensive liegt, versteht sich von selbst, hat Okpala nicht nur quantitativ eine Lücke gerissen, sondern mit dem 21-Jährigen fehlen auch sieben Tore und drei Vorlagen aus der Hinrunde. Mit Felix Lohkemper und Terrence Boyd stehen zwar noch zwei erfahrene Stürmer im Kader, doch nachdem letzterer frühzeitig angekündigt hat, seine Karriere am Ende der Saison zu beenden, ist die Mannheimer Offensive perspektivisch sogar eine Großbaustelle.
Ein Kandidat, der im Gegenzug zum Abgang Okpalas hinzugeholt werden könnte, ist Lovis Bierschenk. Der 20-Jährige spielt aktuell für die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05, hat aber beim Bundesligisten keine echte Aussicht auf eine Beförderung ins erste Team und denkt deshalb darüber nach, den nächsten Karriereschritt andernorts zu versuchen.
Laut „Sky“ hat der VfL Bochum Bierschenk für die nächste Saison auf dem Zettel, während Mannheim bereits eine Verpflichtung im Winter in Erwägung zieht. Weil der frühere U-Nationalspieler noch einen Vertrag bis 2027 besitzt, wäre aber sowohl jetzt als auch nach der Saison eine Ablöse fällig.
Ein Mittelstürmer freilich ist Bierschenk nicht, sondern wäre eine zusätzliche Option auf den offensiven Außenbahnen, bevorzugt auf der rechten Seite.







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