
Nach nur sechs Punkten aus den 19 Spielen der Hinrunde sind die Chancen des 1. FC Schweinfurt 05 auf den Klassenerhalt in der 3. Liga nüchtern betrachtet doch eher theoretischer Natur. 16 Zähler Rückstand müsste die Mannschaft von Trainer Victor Kleinhenz in der zweiten Halbserie wettmachen, um noch ans rettende Ufer zu springen – eine realistischerweise kaum machbare Aufgabe, zumal Schweinfurt nicht grundlos am Tabellenende steht.
Und dennoch ist man in Schweinfurt nicht gewillt, frühzeitig die weiße Fahne zu hissen, sondern hat in den vergangenen Tagen noch ein paar Kaderveränderungen vorgenommen. Möglich zudem, dass bis zum ersten Spiel der Rückrunde am Sonntag zu Hause gegen Viktoria Köln noch weitere Bewegung ins Aufgebot kommt.
Nachdem zuvor schon der bereits im Herbst aus dem Aufgebot gestrichene Martin Thomann bei den Würzburger Kickers untergekommen ist, wurden am heutigen Mittwoch gleich zwei weitere Abgänge vermeldet. Zunächst gaben die Schnüdel bekannt, dass Jakob Tranziska den nächsten Schritt in seiner Karriere geht und künftig für die Pohang Steelers in der südkoreanischen K-League spielen wird.
„Wir bedanken uns bei Jakob herzlich für seinen Einsatz und die gemeinsamen Erfolge. Für seine neue Herausforderung in Südkorea wünschen wir ihm sportlich wie persönlich alles erdenklich Gute“, verabschiedete Geschäftsführer Markus Wolf den 24 Jahre alten Angreifer, der im bisherigen Saisonverlauf vier Treffer und einen Assist verbucht hatte. Zu den Modalitäten des Wechsels gibt es bisher keine Informationen, doch ist davon auszugehen, dass Schweinfurt im Gegenzug eine ordentliche Ablöse erhält.
Keine Ablöse hingegen gibt es für Uche Obiogumu, dessen eigentlich bis Juni vereinbarte Ausleihe vom 1. FC Nürnberg vorzeitig beendet wurde. Der 21 Jahre alte Flügelspieler kam zwar immerhin auf zehn Einsätze, konnte letztlich aber kaum Akzente setzen und soll nun andernorts Spielpraxis sammeln – offen, ob bei der Nürnberger Zweitvertretung in der Regionalliga Bayern oder im Rahmen einer neuen Leihe.
Den beiden Abgängen stehen bis mit dem 19 Jahre alten Mittelfeldmann Mustafa Özden vom FC Ingolstadt II und mit dem zwei Jahre älteren Innenverteidiger Nikolaos Vakouftsis aus der Zweitvertretung der SpVgg Greuther Fürth zwei Neue gegenüber, die mutmaßlich auch schon mit Blick auf einen Neuaufbau im wahrscheinlichen Falle des Abstiegs verpflichtet wurden.
Wohl nur begrenzt bis zum Saisonende dürfte derweil mit Winners Osawe wieder ein Leihspieler des 1. FC Nürnberg nach Schweinfurt kommen. Der 19-Jährige, der im zentralen Mittelfeld mit eher defensiver Ausrichtung zu Hause ist, wurde im Herbst 2023 mit der deutschen U17 Weltmeister, hat danach aber den Durchbruch nicht geschafft und steht laut „RTL“ vor einem halbjährigen Engagement bei den 05ern.
Im Sommer 2024 aus der U19 von RB Leipzig nach Nürnberg gekommen reichte es für Osawe in der laufenden Saison nur zu einem Kurzeinsatz in der 2. Bundesliga. Eine Leihe nach Schweinfurt bietet dem Youngster nun die Möglichkeit, oberhalb der Regionalliga Spielpraxis zu sammeln.







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