
Am Samstag startet der SSV Ulm mit einem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden in die Rückrunde der 3. Liga, in der es für die Spatzen nur darum gehen kann, nach dem letztjährigen Abstieg aus der 2. Bundesliga das Durchrutschen in die Regionalliga zu verhindern.
Die Ausgangsposition freilich könnte deutlich besser sein als auf dem 18. Tabellenplatz mit schon sechs Punkten Rückstand ans rettende Ufer. In Ulm ist man aber dennoch weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen, sondern hat auf dem bisherigen, winterlichen Transfermarkt deutlich gemacht, nichts unversucht lassen zu wollen, das Blatt noch zu wenden.
Mit Abu-Bekir Ömer El-Zein (1. FC Magdeburg) und dem zunächst ausgeliehenen Luca Bazzoli (Rot-Weiss Essen) kamen zwei Akteue, die vergangene Saison noch in Liga zwei spielten und in Ulm wieder häufiger auf dem Feld stehen wollen. Das gilt noch mehr für Niko Vukancic und Streli Mamba, die beide sogar aus der Vereinslosigkeit geholt wurden. Der 31 Jahre alte Mamba ist der bislang letzte Neuzugang, der auch in der Bundesliga bereits getroffen hat und der das Zeug zur echten Verstärkung hat, wenn es gelingt, annähernd an seine alte Form heranzukommen.
Abgeschlossen sind die Ulmer Kaderveränderungen mit den vier Neuzugängen indes noch nicht. Dem Vernehmen nach halten die Verantwortlichen um Geschäftsführer Stephan Schwarz weiter Ausschau nach Verstärkungen, die möglichst ohne Anlaufzeit direkt funktionieren sollen. Denkbar, dass der Blick in diesem Zusammenhang vor allem in die 2. Bundesliga geht und auf Akteure, die dort zum Rückrundenstart am Wochenende nicht wie erhofft zum Zug kommen und sich deshalb nach einer Alternative umsehen.
Allerdings droht Ulm auch noch ein schmerzhafter Abgang. Denn wie die „WAZ“ berichtet, wirbt Rot-Weiss Essen um Max Brandt. Der 24 Jahre alte Mittelfeldmann soll bei RWE Tom Moustier ersetzen, der vor einem Wechsel nach Portugal steht. Bislang hat der SSV Ulm zwar mitgeteilt, dass ein Verkauf von Brandt kein Thema sein, doch dürfte der Poker damit erst richtig Fahrt aufnehmen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Brandt nur noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison besitzt und anders als im Sommer jetzt noch eine Ablöse kassiert werden könnte.
Natürlich verfolgt auch der im Spätherbst angetretene Trainer Pavel Dotchev die Entwicklung in seinem Kader und bereitet seine Schützlinge via „kicker“ auf ein heißes Frühjahr vor: „Wir haben praktisch nur Endspiele. Der Mannschaft haben wir oft gesagt, dass wir die Rückrunde wie eine Spitzenmannschaft spielen müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Wir müssen uns in jeder Beziehung steigern. Dann haben wir eine Chance.“
Das klare Ziel ist natürlich der Verbleib in der 3. Liga. Für Dotchev auch deshalb, um längerfristig in Ulm arbeiten zu können: „Ich habe einen Vertrag bis zum Sommer und mit Klassenerhalt verlängert er sich – und ich möchte meinen Vertrag nicht enden lassen.“







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