
Mit dem 1:1 beim TSV 1860 München hat Rot-Weiss Essen einen soliden Start in die Rückrunde hingelegt, wenngleich der spät kassierte Ausgleichstreffer das Unentschieden doch eher zu einer Enttäuschung machte. Sogar großer Frust vorhanden war bei Marek Janssen, der beim Führungstreffer, der zunächst Marvin Obuz zugeschrieben wurde, noch am Ball war.
Der 28 Jahre alte Angreifer machte nach dem Schlusspfiff bei „MagentaSport“ deutlich, nicht mehr nur Joker sein zu wollen: „Ich will spielen, ich will Tore schießen, ich will der Mannschaft helfen. Irgendwann reicht’s“, so Janssen, der in 14 Einsätzen auf fünf Tore kommt, allerdings nur zwei Mal von Beginn an ran durfte.
Trainer Uwe Koschinat reagierte gelassen, aber durchaus auch verständnisvoll auf die Aussagen Janssens: „Ich glaube, ich habe im Jahr 2025 für Rot-Weiss Essen bewiesen, dass meine Entscheidungen und dementsprechend auch meine Personalauswahl gar nicht so scheiße waren. Und dann muss ein Spieler auch mal die Faust in der Tasche machen, so der RWE-Coach, der sich aber ein Stück weit auch über die Unzufriedenheit des Stürmers freute: „Ich finde es geil, dass Marek Janssen diesen Anspruch an sich selbst hat.“
Koschinat ging in diesem Zusammenhang indirekt aber auch auf einen anderen Akteur ein, der in München die gesamten 90 Minuten von draußen verfolgen musste: „Ich will jetzt nicht zwei Karrieren übereinander legen: Ahmet Arslan spielt momentan gar nicht. Welche Ansprüche hätte er auf der Basis seiner Qualitäten, seiner Vita und der Zusammenarbeit mit mir, Frust zu schieben? Insofern kann ich es total verstehen, aber wir haben nun mal einen sehr starken Kader.“
Wie lange sich Arslan noch in die Reservistenrolle fügen wird, ist allerdings überaus fraglich. Der 31 Jahre alte Spielmacher wurde bereits im Winter-Trainingslager in der Türkei über seine verschlechterten Karten aufgeklärt und darüber informiert, dass RWE bei einem Wechselwunsch die Freigabe erteilen würde.
Während RWE Arslan laut der „WAZ“ mehreren Ligarivalen angeboten haben soll, sondieren auch der Spieler selbst und sein Berater den Markt. Kontakte zum SSV Ulm und zum VfB Stuttgart II soll es bereits gegeben haben, doch konkret ist bisher wohl noch keine Spur.
Sollte nach Luca Bazzoli (SSV Ulm) und Tom Moustier, dessen Wechsel zu CF Estrela Amadora nach Portugal unmittelbar bevorsteht, auch Arslan den Verein verlassen wären nach Ben Hüning (BVB II), Danny Schmidt (Fortuna Düsseldorf II) und Ruben Reisig (TSG Hoffenheim II) wohl sogar noch zwei weitere Neuzugänge denkbar.
In jedem Fall kommen soll ein Sechser als Ersatz für Moustier, während ein Abgang Arslans den Weg für einen zusätzlichen Offensivspieler freimachen könnte. Zwingend geplant ist eine Verpflichtung für den vorderen Bereich zwar nicht, doch sollte sich eine Möglichkeit auftun, sich für das Aufstiegsrennen nochmal wesentlich zu verstärken, könnte RWE durchaus zuschlagen.







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