
Nachdem die kurze Wintervorbereitung samt Trainingslager im türkischen Belek eigentlich positiv bewertet worden war, hat Alemannia Aachen am vergangenen Samstag einen kapitalen Fehlstart in die Rückrunde hingelegt. Gegen den VfL Osnabrück setzte es am Tivoli bereits die achte (!) Heimniederlage der laufenden Saison, bei lediglich zwei Siegen. Die Pleite fiel mit 0:3 auch noch deutlich aus, wenngleich der Spielverlauf wie schon so oft vor Weihnachten weniger klar gegen die Alemannia sprach.
Unter dem Strich aber stand eine herbe Enttäuschung, mit der sich die Lage in der Tabelle nicht verbessert hat. Aachen belegt auf Rang 17 den ersten direkten Abstiegsplatz, hat aber bei einem Punkt Rückstand auf Erzgebirge Aue das rettende Ufer zumindest in Schlagdistanz.
Gleichwohl betrachten nicht wenige Fans und Experten die Entwicklung der vergangenen Woche mit Sorge. Nach einem Zwischenhoch unter Interimscoach Ilyas Trenz, unter dessen Regie nach der Trennung von Benedetto Muzzicato Ende Oktober und Anfang November beide Spiele gewonnen wurden, gelang zwar beim Einstand des neuen Cheftrainers Mersad Selimbegovic beim VfB Stuttgart II (3:1) gleich noch ein weiterer Dreier, doch seitdem ist die Ausbeute dürftig.
Von den sechs Ligaspielen unter Selimbegovic verlor die Alemannia vier und kam lediglich zwei Mal zumindest zu einem Unentschieden. In Anbetracht dieser Quote verwundert es nicht, dass die Trainerwahl von Geschäftsführer Rachid Azzouzi bereits nach zweieinhalb Monaten hinterfragt wird.
Für Azzouzi indes stellt sich die Frage nach dem Trainer nicht: „Ich sehe, wie Mersad arbeitet, deswegen bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir die richtigen Ergebnisse erzielen werden“, erklärte der 55-Jährige gegenüber der „Aachener Zeitung“ und betonte, dass generell Panik der falsche Begleiter sei, sondern vielmehr Teamgeist und positives Denken gefragt seien: „Ich kann die Kritik völlig nachvollziehen, aber wir dürfen nicht in Sorge und Angst leben, die uns lähmt. Wir müssen zusammen zuversichtlich bleiben.“
Erkannt hat Azzouzi derweil weder, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht noch dass die Profis nicht alles geben würden: „Die Mannschaft will, sie macht nicht alles richtig, aber sie gibt alles. Ich akzeptiere nicht, dass man ihr fehlende Mentalität vorhält. Die Mannschaft hat sich gewehrt, sie ist nicht auseinandergefallen.“
Endlos freilich wird man in Aachen nicht auf die Wende zum Besseren warten können. Vielmehr benötigt die Alemannia mit Blick auf die Tabelle schnellstmöglich Punkte und für die Verantwortlichen wäre ein zeitnaher Erfolg enorm wichtig, um Ruhe in den Verein zu bekommen.
Dass jetzt am Samstag bei der TSG Hoffenheim II und dann eine Woche später beim TSV 1860 München zwei Auswärtsspiele in Folge anstehen, muss dabei mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf kein Nachteil sein. Denn die Alemannia ist zwar das schwächste Heimteam der Liga, liegt in der Auswärtstabelle aber mit 15 Punkten aus zehn Spielen auf dem siebten Platz.







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