
Mit den beiden Niederlagen bei Hansa Rostock (1:2) und gegen den SSV Ulm (0:3) hat das Jahr 2026 für den FC Erzgebirge Aue denkbar schlecht begonnen. Die Veilchen, die vor Weihnachten drei Mal in Folge ungeschlagen geblieben waren und aus diesen Spielen immerhin fünf Punkte eingefahren hatten, rutschten dadurch in der Tabelle unter den Strich.
Als Tabellensiebzehnter trennt Aue zwar nur ein Punkt vom rettenden Ufer, doch die Lage im Lößnitztal ist dennoch brenzlig und dementsprechend lässt sich Unruhe aktuell nicht verhindern. Besonders im Fokus steht wenig überraschend wieder einmal Trainer Jens Härtel, der seit seinem Amtsantritt vor einem guten Jahr schon mehrfach angezählt war, aber auch jetzt wieder das Vertrauen der Verantwortlichen erhielt.
„Wir werden mit unserem Trainer in das Havelse-Spiel gehen“, legte sich der neue Geschäftsführer Michael Tarnat gegenüber Tag24 frühzeitig nach der Ulm-Pleite darauf fest, mit Härtel weiterzumachen und betonte seinen Glauben an die Wende in der vorhandenen Konstellation: „Es ist immer einfach, irgendeinen Kopf zu fordern. Die meisten Leute sehen doch gar nicht, wie intern gearbeitet wird und wie akribisch das Trainerteam ist. Für manche Sachen, die wir auf dem Platz machen, kann kein Trainer was dafür. Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt, dass wir es mit Jens hinbekommen.“
In die Pflicht nahm Tarnat stattdessen die Mannschaft, die nach Einschätzung des früheren Nationalspielers gegen Ulm nach dem zweiten Gegentor nicht mehr als solche aufgetreten ist: „Ich glaube schon, dass sich jeder einzelne Spieler danach versucht hat zu wehren, aber für sich einzeln und nicht mehr als Mannschaft. Jeder war Einzelkämpfer, und das darf uns nicht passieren.“
Alleine bei Worten will es Tarnat aber auch nicht belassen, sondern den Kader bis zum Transferschluss am nächsten Montag noch verändern. So wurde Boris Tashchy, der gegen Ulm früh ein- und nach schwacher Vorstellung auch wieder ausgewechselt wurde, für diese Woche vom Training freigestellt, um mit anderen Vereinen zu sprechen. Einen Wechselwunsch soll der 32-Jährige bereits vergangene Woche hinterlegt haben. Ebenfalls eine Veränderung nahegelegt wurde laut Tag24 mit Ricky Bornschein einem weiteren Offensivspieler, der andernorts mehr Spielpraxis sammeln soll als es in Aue wahrscheinlich möglich wäre.
Im Gegenzug holt der FC Erzgebirge aber auch noch einen neuen Stürmer hinzu. Nach Informationen der Bild steht Aue vor der Verpflichtung von Vincent Ocansey, der in der laufenden Saison für Arminia Bielefeld auf immerhin sieben Kurzeinsätze gekommen ist. Der 25 Jahre alte Deutsch-Ghanaer verzeichnete zudem in fünf Spielen für die Bielefelder Zweitvertretung in der Oberliga Westfalen zwei Tore und eine Vorlage.
Laut Bild sollen die Gespräche zwischen alle Beteiligten bereits abgeschlossen sein, womit der Wechsel des 1,93 Meter großen Angreifers zeitnah offiziell werden sollte. Möglich, dass Ocansey bereits am Freitag dabei ist, wenn beim TSV Havelse ein Sieg fast schon Pflicht ist.







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