
Auch nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen bei der TSG Hoffenheim II (3:2) und beim TSV 1860 München (2:2) ist die Lage von Alemannia Aachen nicht wirklich entspannt, doch immerhin ist es gelungen, sich ein kleines Polster von drei Zählern auf den ersten Abstiegsplatz zu erarbeiten – das freilich zum jetzigen Zeitpunkt alles andere als ein Ruhekissen darstellt.
Enorm wichtig wäre es für die Alemannia nun, endlich auch wieder zu Hause richtig zu punkten. Während in der Auswärtstabelle mit 19 Punkten aus zwölf Spielen Rang vier zu Buche steht, gingen acht von zehn Spielen am heimischen Tivoli verloren. Mit mageren sechs Zählern ist Aachen in der Heimtabelle sogar das Schlusslicht und hat nun am Sonntag mit Rot-Weiss Essen sicherlich keinen einfachen Gegner zu Gast – und dennoch soll dann der Bock auch zu Hause umgestoßen werden, auch mit Hilfe von gleich drei Spielern, die am Deadline Day noch neu zum Kader von Trainer Mersad Selimbegovic gestoßen sind.
Für die Defensive holte die Alemannia jede Menge Erfahrung hinzu. Gideon Jung, der auf 83 Bundesliga-Spiele und 125 Zweitliga-Partien zurückblicken kann, kommt vorbehaltlich der noch fehlenden internationalen Freigabe der FIFA aus der Türkei von Kayserispor nach Aachen und wird von Coach Selimbegovic als Option für zwei zentrale Defensivpositionen gesehen: „Gideon gibt uns sowohl Kopfball- als auch Zweikampfstärke, zudem kann er in der Innenverteidigung sowie auf der Sechs spielen.“
Darüber hinaus verpflichteten die Aachener Verantwortlichen um Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi mit Jonas Oehmichen und Omar Sillah zwei Offensivtalente aus der 2. Bundesliga, die bei ihrn Klubs zuletzt nicht auf die erhoffte Einsatzzeit kamen. Vom 21-jährigen Oehmichen, der von Dynamo Dresden kommt, verspricht sich Azzouzi direkt frischen Wind: „Mit Jonas bekommen wir einen flexibel einsetzbaren Offensivspieler, der Tempo, Tiefgang und eine sehr gute Ausbildung mitbringt. Er hat bereits Erfahrung im Profibereich gesammelt und soll uns mit seiner Qualität und Energie neue Impulse für die kommenden Wochen geben.“
Der ein Jahr ältere Sillah, der im bisherigen Saisonverlauf in zwölf Einsätzen als Joker für die SpVgg Greuther Fürth ein Tor erzielt hat, ist unterdessen der gesuchte Mittelstürmer, in den Selimbegovic einige Hoffnungen setzt: „Omar ist ein Spielertyp, der unserer Mannschaft zusätzliche Optionen gibt. Er bringt eine gute Mischung aus Physis und Dynamik mit und ist im Strafraum sehr präsent. Wir wollen ihn schnell in unsere Abläufe integrieren, damit er seine Stärken möglichst früh einbringen kann.“
Weil auf der anderen Seite kein Spieler mehr den Verein verlassen hat, sollte der Konkurrenzkampf spürbar zunehmen und künftig die Möglichkeit vorhanden sein, auch von der Bank Qualität nachlegen zu können. Inwieweit die drei Neuen bereits für das Spiel gegen Essen eine Option darstellen, bleibt abzuwarten. Nach den jüngsten Ergebnissen sind zumindest keine radikalen Veränderungen in der Startelf zu erwarten.







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