
Mit Niederlagen bei Hansa Rostock (1:2), gegen den SSV Ulm (0:3) und zuletzt beim TSV Havelse (1:3) hat der FC Erzgebirge Aue einen kapitalen Fehlstart ins neue Jahr hingelegt – insbesondere wegen der Pleiten gegen die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller aus Ulm und Havelse. Der Sturz auf Abstiegsplatz 17 war die logische Folge, damit einhergehend jede Menge Unruhe und auch nicht mehr überraschend die Trennung vom seit seiner Ankunft ein gutes Jahr zuvor beinahe nie unumstrittenen Trainer Jens Härtel.
Aues neuer Geschäftsführer Michael Tarnat war nach kurzer Zeit im Amt bereit gefordert, einen neuen Chefcoach zu finden und aktivierte dabei alte Kontakte. Nur drei Tage nach dem Aus von Härtel wurde am Dienstagmittag Christoph Dabrowski als Nachfolger präsentiert, den mit Tarnat eine gemeinsame Vergangenheit im Nachwuchs von Hannover 96 verbindet.
Der 47 Jahre alte Fußball-Lehrer kennt die 3. Liga aus seiner Zeit bei Rot-Weiss Essen, hat indes nicht lange Zeit, um die richtigen Stellschrauben zu finden und die offenkundig nicht wenigen Probleme zu beheben. Die in Aue vorhandene Hoffnung, dass der neue Coach für die angepeilte Trendwende noch neues Personal erhält, hat sich am Deadline Day unterdessen nicht erfüllt.
„Ich hatte gesagt, wenn wir etwas machen, dann nur mit Spielern, die uns verbessern. Ich habe mit Spielern gesprochen, die mir aber alle abgesagt hatten aus verschiedensten Gründen, die ich hier nicht nennen will“, verriet Tarnat gegenüber Tag24, dass sich die Veilchen sehr wohl um neues Personal bemüht hatten, sich letztlich aber keine echte Verstärkung gefunden hat.
Folge dessen ist, dass es der vorhandene Kader richten muss, dem Tarnat im Zusammenspiel mit dem neuen Trainer auch den Umschwung zutraut: „Wir haben alles versucht, Spieler hierhin zu bekommen, aber es ist uns nicht gelungen. Dann haben wir gesagt, wir müssen den Jungs, die da sind, das Vertrauen geben. Das ist eine talentierte Mannschaft, bei der ich überzeugt bin, dass Christoph den Hebel findet, mit dem wir die PS auf den Platz bekommen.“
Seinen Einstand auf der Auer Bank wird Dabrowski am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken und damit gleich im nächsten Kellerduell feiern. Gegen die seit 15 Spielen sieglosen Saarländer, die mit nur einem Punkt mehr gerade noch am rettenden Ufer stehen, sind Big-Points möglich, für die allerdings im Vergleich zu den letzten Auftritten eine Steigerung nötig sein wird.
Ansetzen will Dabrowski nach sechs Gegentoren in den letzten beiden Spielen vor allem in der Defensive: „Es sind einige Baustellen vorhanden. Es geht in der gegenwärtigen Situation in erster Linie um Stabilität, die die Mannschaft ausstrahlen muss, um die Gegentorflut zu verhindern.“
Inwieweit Dabrowski personell und taktisch umbaut, bleibt abzuwarten. Sicher ist indes, dass es kaum schlechter laufen kann als in den jüngsten Spielen.







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