
Mit 23 Punkten aus den ersten 22 Spielen steht der 1. FC Saarbrücken gerade noch am rettenden Ufer – mit der Betonung auf noch, denn nach mittlerweile 15 Begegnungen in Folge ohne Sieg ist die Tendenz der Saarländer eindeutig negativ. Am Samstag wartet nun ein fraglos wichtiges Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue, der mit einem Punkt weniger den ersten Abstiegsplatz belegt – und der den FCS somit mit einem Sieg im direkten Duell überholen und unter den Strich befördern könnte.
In Saarbrücken weiß man natürlich um die Ausgangslage und auch die vorhandene Gefahr, dass sich die Situation noch weiter zuspitzen könnte, doch der im Spätherbst als Trainer eingesprungene und in dieser Funktion noch immer sieglose Jürgen Luginger wollte die Bedeutung der Partie beim Mediengespräch im Vorfeld der Reise gen Osten dennoch nicht überhöhen.
„Es ist kein Schlüsselspiel. Es wird bis zum letzten Spieltag gehen“, erklärte Luginger und wollte damit betonen, dass selbst mit einem Sieg in Aue der in Saarbrücken gemessen an den Erwartungen vor der Saison überraschende Abstiegskampf noch lange nicht gemeistert wäre: „Wirklich viel mehr Luft bekäme man nicht“, so Luginger weiter, der aber natürlich auch kein Geheimnis daraus machte, dass in Anbetracht der schon langen Durststrecke ein Sieg enorm wichtig wäre: „Es wäre mal ein positives Erlebnis – und darauf warten wir schon sehr lange.“
Dass der FC Erzgebirge nach einem Fehlstart ins neue Jahr mit drei Niederlagen den Trainer gewechselt hat und anstelle von Jens Härtel nun Christoph Dabrowski auf der Auer Bank sitzen wird, sieht Luginger nicht als Vorteil an, sondern erwartet vielmehr hochmotivierte Gastgeber: „Beim Gegner wird sich jeder noch einmal mehr zeigen wollen, gerade Spieler, die zuletzt hintendran waren. Es wird um jeden Zentimeter gekämpft – darauf müssen wir uns einstellen.“
In personeller Hinsicht kann Luginger weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben den verletzten Maurice Multhaup, Amine Naifi, Sven Sonnenberg und Jonas Nickisch fällt auch der erkrankte Niko Bretschneider aus. Zudem ist Manuel Zeitz nach auskurierter Zerrung trotz erfolgtem Einstieg in leichtes Training noch keine Option.
Ob es für Kai Brünker reicht, der nach einer Bänderdehnung auch schon wieder trainiert hat, ist noch offen und soll sich erst am heutigen Freitag entscheiden. Der 31-Jährige wäre als mit sieben Treffern torgefährlichster Angreifer sicherlich eine wichtige Option. Allerdings hat auch der lange nicht oder kaum berücksichtigte Sommerzugang Dominic Baumann bei der jüngsten 0:1-Niederlage gegen den VfL Osnabrück angedeutet, der Mannschaft helfen zu können.
Und Baumann, der in den vergangenen drei Jahren trotz jeweils zweistelliger Trefferanzahl mit dem FSV Zwickau, dem Halleschen FC und dem SV Sandhausen immer abgestiegen ist, würde alles daran setzen, seine persönliche Misserfolgsserie zu stoppen.







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