
Erzgebirge Aue hat die beiden ersten Spiele nach dem Trainerwechsel von Jens Härtel zu Christoph Dabrowski nicht verloren, aber dennoch hat sich die Lage der Veilchen im Tabellenkeller alles andere als verbessert. Während Aue gegen den 1. FC Saarbrücken (0:0) und bei Viktoria Köln (2:2) – also gegen zwei Teams aus dem Kreis der direkten Konkurrenten – nicht über Unentschieden hinaus gekommen ist, fuhren Alemannia Aachen (3:1 beim SSV Ulm) und Saarbrücken (2:0 gegen den VfB Stuttgart II) am vergangenen Wochenende volle Erfolge ein.
Aues belegt damit weiter den ersten Abstiegsplatz mit nunmehr drei Punkten Rückstand ans rettende Ufer. Dass nun zwei Heimspiele in Folge anstehen, mag im ersten Moment als Vorteil erscheinen. Allerdings reisen mit dem FC Energie Cottbus und dem VfL Osnabrück nacheinander zwei Aufstiegskandidaten ins Lößnitztal, die sicherlich nichts zu verschenken haben.
Gegen Cottbus kommt als zusätzliches Handicap hinzu, dass der Spitzenreiter von zahlreichen Fans begleitet wird, die in Aue für Heimspielatmosphäre sorgen wollen. 1.800 Karten sind bereits für den Gästebereich verkauft, sodass die Erwartung von rund 2.000 Energie-Anhängern noch eher zurückhaltend ist. Mit Blick darauf, dass bei den letzten drei Auer Heimspielen stets keine 7.000 Zuschauer vor Ort waren und damit ein gefühltes Auswärtsspiel droht, appellierte Aues Präsident Thomas Schlesinger nun via Tag24 an den eigenen Anhang, ins Stadion zu kommen und die Veilchen zu unterstützen: „Für das Derby müssen wir alles mobilisieren, um die Trendwende in 2026 mit drei Punkten gegen den Tabellenersten einzuleiten. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen, wenn die Region, das Erzgebirge mit der Mannschaft gemeinsam erfolgreich ist. Wir müssen ein gefühltes Auswärtsspiel verhindern!“
Gleichzeitig nahm Schlesinger auch die Profis in die Pflicht, alles abzurufen und zu punkten sowie das Publikum nichtein weiteres Mal zu enttäuschen: „Wir alle wissen, dass die Mannschaft liefern muss. Wir alle wissen, dass die Fans und Zuschauer im eins-Erzgebirgsstadion nicht immer das gesehen haben, was sie erwarten – nämlich bedingungslosen Kampf.“
Sportvorstand Jens Haustein, seit November im Amt und bislang in der Öffentlichkeit eher zurückhaltend unterwegs, ist unterdessen trotz des noch nicht gelungenen Befreiungsschlages weiter zuversichtlich, mit der jüngsten Trainerwahl richtig gelegen zu haben: „Christoph Dabrowski hat seinerzeit bei Hannover 96 bewiesen, dass er eine Mannschaft, die auch andere Ambitionen als den Abstiegskampf hatte, in der 2. Liga halten kann. Er hat in den wenigen Tagen, die er seit dem 3. Februar da ist, sofort den Zugang zu den Spielern gefunden, durch eine gute Ansprache.“
Angewiesen ist Dabrowski aber natürlich auf die Mannschaft, in der Haustein vor allem die erfahrenen Kräfte um Martin Männel, Ryan Malone, Marvin Stefaniak und Marcel Bär als Hoffnungsträger nennt. „Selbstverständlich müssen unsere Unterschiedsspieler auch gesund bleiben“, nennt der Sportvorstand indes auch eine in der jüngeren Vergangenheit nicht immer gegebene Voraussetzung, die nicht nur in den anstehenden Heimspielen, sondern im restlichen Saisonverlauf gegeben sein sollte, will der FC Erzgebirge den drohenden Sturz in die Regionalliga vermeiden.







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