
Mit Siegen bei Erzgebirge Aue (3:0) und gegen den MSV Duisburg (1:0) hat der SSV Ulm am 21. und 22. Spieltag deutliche Lebenszeichen von sich gegeben, seitdem aber beim SV Waldhof Mannheim (1:2) und gegen Alemannia Aachen (1:3) auch wieder zwei Mal verloren.
Gerade die schwache Vorstellung gegen Aachen war ernüchternd, zumal die Alemannia vor der Partie nur vier Punkte mehr auf dem Konto hatte, nun aber ein Stück weit davon gezogen ist. Generell stellt sich die Lage der Spatzen im Tabellenkeller alles andere als rosig dar. Als Drittletzter trennen Ulm schon fünf Zähler vom rettenden Ufer, womit bei noch 14 ausstehenden Partien zwar nichts verloren, die Lage aber gleichwohl überaus brenzlig ist.
Schon die nächsten beiden Spiele sind für den SSV definitiv wegweisend. Denn mit dem 1. FC Saarbrücken gastiert jetzt am Samstag zunächst die Mannschaft im Donaustadion, die eben gerade noch am rettenden Ufer liegt, bevor es zum SSV Jahn Regensburg geht, der auch nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat als die Saarländer. Sollte Ulm beide Partien verlieren, wäre eine Rettung zwar rechnerisch weiter möglich, aber nur noch bedingt realistisch.
Besonders gefordert ist in der Vorbereitung auf die anstehenden Schlüsselspieler natürlich Trainer Pavel Dotchev, der mit all seiner Erfahrung an den richtigen Stellschrauben drehen und das passende Personal auf den Platz schicken muss. Letzteres war zuletzt nur bedingt der Fall, denn der im Winter vom 1. FC Magdeburg als Verstärkung für das offensive Mittelfeld verpflichtete Abu-Bekir El-Zein funktionierte zwar gegen Duisburg als falsche Neun im 4-1-4-1, danach allerdings nicht mehr.
Gleichwohl ist Dotchev auch nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Aachen nicht gewillt, radikale Änderungen vorzunehmen: „Ich bin der Meinung, dass wir dieses Jahr vier gute Spiele gemacht haben und heute ein schlechtes. Das ist für mich aber kein Grund, alles zu hinterfragen“, so der Rekordtrainer der 3. Liga gegenüber dem kicker.
Durchaus möglich aber, dass der gegen Aachen als Joker erfolgreiche Elias Löder von Beginn an ran darf. Der 25-Jährige, der in der Offensive variabel einsetzbar ist, kam bei insgesamt 23 Einsätzen zwar zwölf Mal nur von der Bank, ist mit acht Treffern aber dennoch der torgefährlichste Ulmer in dieser Saison, auf den die Spatzen eigentlich nicht verzichten können. Erst recht nicht, weil mit Lucas Röser eine weitere Sturmalternative gegen Saarbrücken gelbgesperrt passen muss.
Kein Kandidat für die Startelf ist indes Streli Mamba, der wie der ebenfalls im Winter verpflichtete Niko Vukancic weiterhin Nachholbedarf aufweist. Ob das Duo in den kommenden Wochen noch zu Verstärkungen wird, bleibt abzuwarten.
Beide haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, in der 3. Liga eine gute Rolle spielen zu können, kommen allerdings aus Monaten der Vereinslosigkeit und benötigen dementsprechend noch Zeit, um auf Top-Niveau zu kommen – Zeit, die die Spatzen in der aktuellen Situation aber eigentlich nicht haben.







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