
Nach einigen Wochen auf einer Erfolgswelle brachte der Donnerstagabend für Alemannia Aachen einen Rückschlag, der zum einen nicht unbedingt zu erwarten war und der zum anderen auch gut hätte vermieden werden könnten. Doch im Viertelfinale des Landespokals stand sich die Alemannia mit einer schwachen Chancenverwertung selbst im Weg und verlor bei Fortuna Köln mit 0:1.
Mit einer abgesehen von Joel da Silva Kiala und Faton Ademi runderneuerten Startelf erspielte sich Aachen im Kölner Südstadion Chance um Chance, scheiterte aber entweder an der eigenen Präzision, an Fortuna-Keeper Lennart Winkler oder auch wie Nikas Castelle vor der Pause sowie Lamar Yarbrough weit in der Nachspielzeit am Aluminium, während die Gastgeber in der 57. Minute durch Nico Thier praktisch ihre erste Gelegenheit direkt zum Tor des Tages verwerteten.
Die Enttäuschung im Aachener Lager war anschließend natürlich groß. Nicht nur unter sportlichen Gesichtspunkten, sondern weil mit dem Scheitern auch der DFB-Pokal 2025/26 wieder ohne die Alemannia stattfinden wird, der im Zuge dessen mindestens Einnahmen im niedrigen sechsstelligen Bereich entgehen.
„Es gibt Spiele, die man nur schwer erklären kann – dies ist eines davon. Normalerweise dürfen wir dieses Spiel nicht verlieren. Bereits zur Halbzeit müssen wir klar führen. Nach einem langen Ball verschätzen wir uns dann, Köln kommt zu seinem ersten Torschuss und der war direkt drinnen“, haderte Aachens Trainer Mersad Selimbegovic auf der Vereinshomepage mit dem bittere Verlauf der Begegnung.
Abgesehen von der Chancenverwertung hatte Selimbegovic am Auftritt seiner Schützlinge indes wenig zu kritisieren: „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Wir waren von der ersten Sekunde aus da und sehr zielstrebig. Auch unsere Restverteidigung war sehr gut, was gar nicht so einfach ist, wenn der Gegner so tief steht, wir haben aber fast alle Konter verhindert.“
Bei aller Enttäuschung richtete der Alemannia-Coach noch am Donnerstagabend den Blick auch nach vorne und auf das Gastspiel am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) beim SV Waldhof Mannheim. „Es ist sehr bitter für uns, aber morgen geht es schon weiter. Am Sonntag holen wir uns das Glück dann hoffentlich wieder zurück.“
In Mannheim geht es für Aachen nicht nur um drei weitere Punkte auf dem eingeschlagenen Weg zum frühzeitigen Klassenerhalt, sondern auch um die Fortsetzung einer Serie. Denn nach fünf sieglosen Spielen vor Weihnachten und einem Fehlstart ins neue Jahr gegen den VfL Osnabrück (0:3) ist Aachen seit fünf Ligaspielen ungeschlagen und holte elf von 15 möglichen Punkten. Beim SSV Ulm und gegen den SC Verl gelangen sogar zwei 3:1-Siege hintereinander.
In den 26. Spieltag geht die Alemannia deshalb mit einem Vorsprung von acht Zählern auf den ersten Abstiegsplatz, der zumindest nicht kleiner werden und möglichst ausgebaut werden soll. Dafür sorgen soll wieder eine deutlich veränderte Mannschaft, wurde doch der Großteil der Stammkräfte in Köln ganz oder teilweise geschont.







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