
Zwölf Spieltage stehen in der 3. Liga noch aus, womit auch noch 36 Punkte zu vergeben sind. Für den FC Erzgebirge Aue bleiben somit noch genügend Chancen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Angesichts von fünf Punkten Rückstand ans rettende Ufer sollten die Veilchen aber möglichst bald in die Spur finden, um nicht schon frühzeitig für eine Zukunft in der Regionalliga planen zu müssen.
Nachdem der Trainerwechsel von Jens Härtel zu Christoph Dabrowski mit Blick auf seitdem nur zwei Punkte aus vier Spielen mehr oder weniger erfolglos verpufft ist, fällt es in Aue indes nicht leicht, die Zuversicht zu bewahren, zumal der bis dato letzte Sieg – ein 4:0 gegen den 1. FC Schweinfurt 05 – noch aus dem alten Jahr datiert.
Mit all seiner Erfahrung aus vielen Auf- und Abstiegskämpfen mit dem FC Erzgebirge weiß Kapitän und Urgestein Martin Männel, dass eine Saison in der Endphase noch immer Wendungen nehmen kann. Nicht zuletzt deshalb startete der 38 Jahre alte Schlussmann nun via Tag24 nochmals einen Appell an die Mannschaft.
„Prekäre Situationen hatten wir schon, egal ob 2. oder 3. Liga, und konnten sie lösen. Jetzt hilft kein Herumjammern, sondern nur harte Arbeit“, hat Männel den Glauben daran, sich mit der richtigen Herangehensweise noch befreien und den Klassenerhalt schaffen zu können, noch nicht aufgegeben.
Seinen Teamkollegen, die allesamt überwiegend nicht annähernd so lange in Aue sind wie er selbst, verdeutlichte der Routinier im Zuge dessen auch noch einmal die Konsequenzen, die ein Sturz in die Regionalliga bei weitem nicht nur für die Spieler und das Team um die Mannschaft herum hätte: „Wir brauchen uns bei einem Abstieg nichts vormachen. Es hängen viele Jobs dran. Die Strahlkraft für die Region würde unterhalb der 3. Liga, die ja deutschlandweit ist, ein Stück weit verloren gehen. Deswegen müssen wir alles daran setzen, dass es erhalten bleibt.“
Dabei nimmt Männel alle in die Pflicht. Insbesondere auch im Hinblick darauf, gemeinsam aufzutreten und so die in den vergangenen Wochen zu vielen Gegentreffer wieder zu reduzieren: „Wir brauchen nicht über Einzelne reden! Fakt ist, wir brauchen eine bessere Stabilität in der Defensive. Der Gegner kommt zu einfach zu Toren.“
Die nächste Gelegenheit, in die Spur zu finden, bietet sich Aue im Rahmen der englischen Woche bereits am heutigen Dienstag. Beim formstarken TSV 1860 München hängen die Trauben zwar hoch, doch im Wissen darum, dass die Mission Klassenerhalt mit jeder Niederlage noch schwieriger zu erfüllen sein würde, muss Aue auch im Grünwalder Stadion auf Sieg spielen. Als Mutmacher dient das Hinspiel, das Ende September zu Hause mit 2:0 gewonnen wurde.
Schon am Samstag kommt dann mit Alemannia Aachen eine der Mannschaft nach Aue, die mit acht Punkten mehr zumindest noch halbwegs in Sichtweite ist. Weil danach schwierige Auswärtsaufgaben bei Rot-Weiss Essen und Waldhof Mannheim warten, sollten die kommenden Tage einige Punkte bringen, um realistisch weiter hoffen zu dürfen.







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