
Alemannia Aachen hätte es sich mit einer besseren Chancenverwertung einfacher machen können und nicht bis zum Schlusspfiff bangen müssen, doch letztlich gelang am Mittwochabend gegen den 1. FC Schweinfurt 05 ein zwar knapper, aber ebenso verdienter wie wichtiger 1:0-Sieg, der für noch mehr Luft in der Tabelle sorgt.
Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic, der die Begegnung nach seiner roten Karte am vergangenen Wochenende bei Waldhof Mannheim (1:2) von der Tribüne aus verfolgen und das Coaching seinem Assistenten Ilyas Trenz überlassen musste, bestätigte ihren seit Wochen sehr positiven Trend und hat mittlerweile schon elf Punkte zwischen sich und den ersten Abstiegsplatz gebracht.
Selimbegovic, der nach einem schwachen Jahresausklang 2025 und einem Fehlstart nach der Winterpause für viele Fans nach nur wenigen Wochen im Amt schon wieder auf der Kippe stand, weiß die aktuelle Situation sehr zu schätzen: „Wenn man insgesamt sieht, wo wir im Dezember und Anfang Januar standen und wo wir jetzt sind, muss ich den Jungs ein großes Kompliment machen. Es ist richtig gut, was sie geleistet haben“, so der 43-Jährige, der aber auch betonte, jetzt nicht nachlassen zu dürfen: „Wir sind noch nicht am Ende, müssen weitermachen, fleißig sein und punkten.“
Schon am Samstag bei Erzgebirge Aue, jenem Team auf dem ersten Abstiegsrang, könnte die Alemannia einen weiteren, sehr großen Schritt in Richtung vorzeitigem Ligaverbleib machen. Nichts anderes ist das Ziel von Selimbegovic, der schon kurz nach dem Sieg über Schweinfurt bereits die Vorbereitung auf das Gastspiel im Lößnitztal im Kopf hatte: „Jetzt gilt es, gut zu regenerieren, die richtigen Entscheidungen für das Spiel am Wochenende zu treffen und weiterzumachen.“
Gleichzeitig wird der Alemannia-Coach seine Spieler dafür sensibilisieren, dass die Punkte gegen Schweinfurt zwar eingefahren wurden, leistungsmäßig aber Luft nach oben war: „Trotzdem müssen wir selbstkritisch sein. Die Punkte sind enorm wichtig, aber wir müssen, können und wollen besser Fußball spielen.“
Wohl vor seinen letzten Wochen im Trikot der Alemannia steht Faton Ademi, der bereits vergangene Saison erstmals Drittliga-Luft schnuppern durfte und mit 19 Jahren mittlerweile nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken ist. Aus der eigenen Jugend stammend hat Ademi mit 24 Einsätzen in der laufenden Spielzeit, davon 13 und zuletzt immer mehr in der Startelf, den Durchbruch geschafft und auch schon sechs Länderspiele für die U21 des Kosovo absolviert.
Das Mittelfeldtalent steht nach Informationen von Sky nun schon vor dem nächsten Karriereschritt und wird sich im Sommer trotz eines bis 2028 laufenden Vertrages aus Aachen verabschieden. Nachdem im vergangenen Sommer bereits die TSG Hoffenheim ihre Fühler ausgestreckt hatte, sollen nun Vereine aus Belgien, der 2. Bundesliga und Cardiff City Interesse zeigen.
Die Alemannia wird Ademi wohl schweren Herzens ziehen lassen, darf sich im Gegenzug aber auf eine stattliche Ablöseeinnahme freuen.







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