
Als der TSV 1860 München am 7. Februar mit 1:2 bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart verlor und infolgedessen auf den neunten Tabellenplatz abrutschte, schien das Thema Aufstieg nicht nur erledigt, sondern Trainer Markus Kauczinski hakte das eigentliche Ziel für diese Saison auch schon öffentlich ab.
Wollte Kauczinski damit eine Reaktion seiner Schützlinge provozieren, dann war der erfahrene Fußball-Lehrer damit erfolgreich. Denn seit der Pleite in Stuttgart reihten die Löwen fünf Siege aneinander und stellten mit dem jüngsten 1:0-Erfolg am Freitag bei Viktoria Köln sogar den Vereinsrekord für die 3. Liga aus der Saison 2022/23 ein.
Weitaus wichtiger ist für Sechzig aber sicherlich, dass mit dem Erfolgslauf aus neun Punkten Rückstand auf den dritten Platz nach der Pleite in Stuttgart inzwischen nur noch drei geworden sind und sogar der zweite Rang mit fünf Zählern Entfernung noch in Sichtweite ist.
„Im Moment haben wir einfach diesen Instinkt, im entscheidenden Moment da zu sein. Wir sind noch mal enger zusammengerückt“, freute sich Kauczinski auf der Vereinshomepage über den knappen Erfolg in Köln, für den Routinier Kevin Volland nach Zuspiel von Thore Jacobsen sorgte. Gleichzeitig machte der 56 Jahre alte Fußball-Lehrer, der erst im Oktober sein Amt als Nachfolger von Patrick Glöckner angetreten hatte, aber auch keinen Hehl daraus, mit dem spielerischen Auftritt seiner Elf nicht wirklich zufrieden gewesen zu sein.
„Ich bleibe dabei, wir müssen am Ball besser werden. Wir haben wieder viel zu oft und viel zu schnell den Ball verloren“, haderte Kauczinski, sprach in diesem Zusammenhang aber für das gezeigte Defensivverhalten und den Willen ein Lob aus: „Dadurch müssen wir viel verteidigen. Das haben wir aber gut gemacht. Die Mannschaft setzt viel ein.“
Während sich viele seiner Spieler um Volland ins Kölner Nachtleben stürzen durften, hatte schon in der Domstadt den Blick schon wieder nach vorne gerichtet: „Jetzt heißt es erst einmal, uns zu erholen und dann haben wir noch ganz viele schwierige Aufgaben vor uns.“
In der Tat stehen für den TSV 1860 noch vor der Länderspielpause Ende des Monats zwei Partien an, die man gut und gerne als Big-Point-Spiele bezeichnen kann. Zunächst erwarten die 60er am Samstag Kauczinskis Ex-Klub SV Wehen Wiesbaden, der nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat und ebenfalls eine gute Rückrunde spielt. Danach geht die Reise zum MSV Duisburg, der mit drei Zählern mehr den Relegationsplatz belegt und sich somit klar im Visier der jagenden Löwen befindet.
Bringen diese beiden Spiele eine ordentliche bis sehr gute Ausbeute, könnten die Aufstiegsträume an der Grünwalder Straße richtig aufflammen. Das Momentum ist in jedem Fall auf Seiten von Sechzig und dass mit jedem Erfolg die auf den Rängen schon jetzt deutlich vernehmbare Euphorie weiter zunehmen dürfte, könnte in einem heißen Endspurt auch zum Faktor werden. Zunächst aber gilt es, in den kommenden Spielen dranzubleiben und im Idealfall die Lücke zu den ersten Drei zu schließen.







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