
Nach dem einjährigen, unfreiwilligen Intermezzo in der Regionalliga West hat sich der MSV Duisburg mit einem Startrekord bestehend aus sechs Siegen furios in der 3. Liga zurückgemeldet und schien auch danach noch weiter klar Kurs auf Liga zwei zu nehmen.
Nach 29 Spieltagen lebt der Traum vom Durchmarsch unverändert, hat allerdings in den vergangenen Wochen doch einige Kratzer bekommen – insbesondere auswärts, wo es nach einem 1:6 beim SV Wehen Wiesbaden Mitte Februar nun am Samstag bei Hansa Rostock (1:5) die nächste deftige Schlappe bei einem direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen setzte.
„Du kannst hier verlieren, auch in Wiesbaden. Aber die Art und Weise war nicht gut. Wenn du zu Hause komplett anders auftrittst als auswärts, müssen wir darüber sprechen. Sonst kommen wir nicht weiter“, sprach Trainer Dietmar Hirsch gegenüber dem Reviersport offen die Diskrepanz zwischen den Heim- und Auswärtsleistungen seiner Mannschaft an, die sich auch an den jeweiligen Tabellen ablesen lassen. Während die Zebras das Heimranking mit zehn Siegen und vier Unentschieden ungeschlagen anführen, steht in der Auswärtstabelle mit 17 Zählern aus 15 Spielen lediglich Rang neun zu Buche.
„Wir müssen wieder Konstanz reinbekommen, sonst wird es schwer, oben dabeizubleiben“, lautete im Nachgang der Schlappe von Rostock die nachvollziehbare Forderung von Hirsch, der sich bislang allerdings just daran vergeblich versucht hat: „Wir haben daran gearbeitet, viel darüber gesprochen und die Spieler auch in die Pflicht genommen. Wir leben gerade in Extremen: Zuhause treten wir sehr kompakt und stabil auf, auswärts funktioniert das nicht gut.“
Den Ausfall von Rasim Bulic, der sich in Wiesbaden vor der Pause eine Muskelverletzung zugezogen und mittlerweile fünf Spiele verpasst hat, ist aus Sicht von Hirsch ein Grund für die zuweilen fehlende Stabilität. Aber auch, dass Winterzugänge wie die von Dynamo Dresden gekommenen Aljaz Casar und Dominik Kother bislang nur punktuell überzeugen konnten und insgesamt noch nicht die erhofften Verstärkungen sind, spielt bei der aktuellen Momentaufnahme eine Rolle.
Mit dem deutlich besseren Heimgesicht auf die Pleite von Rostock zu reagieren, wäre am kommenden W0chenende umso wichtiger, weil mit dem auf zwei Punkte herangerückten TSV 1860 München ein weiterer, direkter Konkurrent nach Duisburg kommt. Für den MSV geht es indes auch danach mit Schlüsselspielen bei Rot-Weiss Essen und gegen den VfL Osnabrück weiter.
In den nächsten Wochen wird zwar noch nicht zwingend eine Entscheidung fallen, doch mit einem Auftreten wie in Rostock könnte der Duisburger Aufstiegstraum schon Anfang April ausgeträumt sein. Soweit freilich soll es nicht kommen, weshalb Chris Schmoldt im kicker auch an die generelle Herangehensweise der Profis appelliert: „Viele Spieler müssen sich Gedanken machen, wie sie Zweikämpfe führen“, kritisierte der Sportchef nach dem Spiel in Rostock und wird nun sicherlich genau hinsehen, ob gegen 1860 München zu Hause wieder eine andere Elf auf dem Feld steht.







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