

Die äußerst unglückliche 0:1-Niederlage im Viertelfinale des Landespokals bei Fortuna Köln trübt die Bilanz der vergangenen Wochen zwar ein wenig, doch in der 3. Liga hat Alemannia Aachen bei zwei Unentschieden nur eines der letzten neun Spiele verloren, sechs davon sogar gewonnen. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic bei fünf Siegen aus den letzten sechs Begegnungen und hat sich damit im Eiltempo aus dem Tabellenkeller entfernt.
Rein rechnerisch ist der zu Jahresbeginn noch stark gefährdete Klassenerhalt zwar noch nicht in trockenen Tüchern, doch bei 17 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz kann man rund um den Tivoli schon neun Spieltage vor Schluss ziemlich entspannt auf die Tabelle blicken.
Damit, sich aus einer nicht einfachen Situation auf beeindruckende Art und Weise befreit zu haben, geben sich die Verantwortlichen in Aachen aber sicherlich nicht zufrieden, sondern richten ihren Fokus immer mehr auch schon auf die kommende Saison.
Die nahezu vorhandene Planungssicherheit nutzt insbesondere Geschäftsführer Rachid Azzouzi bereits dafür, sich intensive Gedanken um den Kader der Zukunft zu machen, dem allerdings Unterschiedsspieler Lars Gindorf sehr wahrscheinlich nicht mehr angehören wird. Der 24 Jahre alte Offensivmann, der mit 20 Toren und acht Vorlagen die Scorerwertung der gesamten 3. Liga anführt, ist von Hannover 96 nur ausgeliehen – ohne Kaufoption. Gindorf zu halten, dürfte trotz offener Perspektive in Hannover kaum möglich sein, steht der gebürtige Saarländer doch sicherlich bei einigen Vereinen aus der 2. Bundesliga auf der Wunschliste.
Deutlich bessere Karten hat die Alemannia dafür bei Gindorfs kongenialem Partner Mika Schroers, der von Arminia Bielefeld zwar auch nur ausgeliehen ist, allerdings mit einer Kaufoption, die im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen soll. Gezogen ist diese zwar noch nicht, doch Azzouzi lässt aktuell wenig Zweifel daran, dass Schroers fest verpflichtet wird. Nicht wirklich überraschend, weist der 24-Jährige mit zwölf Treffern und acht Assists doch ebenfalls herausragende Werte auf.
Mit Pierre Nadjombe, Matti Wagner und Jonas Oehmichen standen beim jüngsten 4:1-Sieg gegen Energie Cottbus noch drei weitere Leihspieler in der Aachener Startelf. Eine Kaufoption besitzt die Alemannia bei diesem Trio anders als beim aktuell verletzten Torhüter Fotios Pseftis (FC Lugano) indes nicht.
Gegenüber dem kicker äußerte Azzouzi nun die Hoffnung, aus der Riege der Leihspieler noch den einen oder anderen halten zu können: „Natürlich haben die Spieler auch selbst Ambitionen und wollen in höheren Ligen spielen, aber vielleicht ist der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen und einige von ihnen wollen lieber den Weg weiter mit uns gehen.“
Insbesondere bei Oehmichen, der nach seiner winterlichen Ankunft etwas Anlaufzeit benötigt hat, zuletzt aber drei Mal in Folge in der Anfangsformation stand, hat die Alemannia wohl gute Chancen. Insbesondere dann, sollte Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga bleiben, wären die Perspektiven für den 22-Jährigen bei seinem Stammverein wohl nicht die besten und eine Verlängerung der Ausleihe könnte auf die Agenda rücken.







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