
Das 1:4 am vergangenen Wochenende bei Alemannia Aachen war für Energie Cottbus zwar die erste Niederlage im Jahr 2026, doch schon zuvor lief es für die Lausitzer nicht vollends rund. Vor der Reise nach Aachen endeten bei zwei Siegen vier von sechs Spielen der Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz nur unentschieden, sodass es bei einer keineswegs konstanten Konkurrenz im Aufstiegsrennen verpasst wurde, sich ähnlich abzusetzen, wie es dem VfL Osnabrück in den letzten Wochen gelungen ist.
In den 30. Spieltag geht Cottbus aber noch immer als Tabellenzweiter und damit mit einer guten Ausgangsposition, zumal nun vor der Länderspielpause zu Hause der SSV Ulm und dann auswärts beim TSV Havelse zwei Mannschaften aus dem Kreis der abgeschlagenen Teams warten, deren Abstieg kaum noch zu verhindern sein dürfte.
Den Fehler, den Tabellenachtzehnten aus Ulm zu unterschätzen, will der FC Energie nicht machen. Trainer Wollitz sprach nun im Vorfeld des Duells mit den Spatzen noch einmal mahnende Worte und unternahm damit auch öffentlich den Versuch, die Sinne seiner Schützlinge zu schärfen: „Wer bis heute nicht verstanden hat, wie eng diese Liga ist, dem ist nicht mehr zu helfen und der ist dann auch kein guter Spieler.“
Auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie forderte Wollitz von seiner Mannschaft „die absolute Überzeugung“ und den Willen, die drei Punkte auch mit Blick auf die Tabelle und die vorhandene Position unbedingt einfahren zu wollen: „Wir müssen noch ein Stück gieriger sein. Denn wenn wir gewinnen, bleiben wir sicher Zweiter. Was gibt es Schöneres?“
Verzichten muss Cottbus gegen Ulm allerdings auf die verletzten Tolga Cigerci, Jonas Hofmann, Leon Guwara und Janis Juckel. Ob Moritz Hannemann und Nyamekye Awortwie-Grant zur Verfügung stehen, ist noch offen.
Wieder bauen kann Wollitz gegen Ulm auf Lukas Michelbrink, der nach seiner gelb-roten Karte im letzten Heimspiel gegen Hansa Rostock (0:0) in Aachen gesperrt fehlte und im defensiven Mittelfeld vermisst wurde. Denn der 20-Jährige hat sich nach einer auch verletzungsbedingten Anlaufzeit zur Stammkraft und zum Leistungsträger entwickelt, womit auch der nächste Karriereschritt auf internationaler Ebene verbunden sein könnte.
Denn der in Berlin geborene Michelbrink besitzt auch die litauische Staatsbürgerschaft und wurde nach vier Einsätzen für die U21 des baltischen Landes nun erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen, könnte somit in den Tagen nach dem Spiel gegen Ulm debütieren.
Michelbrinks Marktwert würde in diesem Fall nicht geringer und die Cottbuser Chancen auf eine feste Verpflichtung der Leihgabe von Hertha BSC auch nicht größer. „Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um das umsetzen zu können“, macht Wollitz keinen Hehl daraus, dass ein fixer Transfer nicht zu stemmen sein wird. Allerdings hat man in Cottbus die Hoffnung, die Ausleihe um ein Jahr verlängern zu können und diesbezüglich in Berlin wohl auch schon vorgefühlt. Voraussetzung für dieses Modell wäre allerdings, dass Michelbrink seinen Vertrag bei Hertha BSC über 2027 hinaus verlängert – und das kein anderer Verein dazwischenfunkt, wobei es längst auch weitere Interessenten geben soll







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