
Als Rot-Weiss Essen am 28. Februar bei Hansa Rostock mit 2:3 unterlag und damit wie schon eine Woche zuvor beim VfL Osnabrück (0:3) gegen einen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen verloren hatte, war die Unruhe an der Hafenstraße deutlich zu spüren. Selbst Trainer Uwe Koschinat, der nach seinem Amtsantritt im Dezember 2024 zunächst zum Retter avanciert war und dann eine Mannschaft geformt hatte, die aussichtsreich im vorderen Drittel der Tabelle mitmischte, wurde mehr oder weniger offen hinterfragt.
Drei Wochen später ist davon keine Rede mehr. Denn nach Erfolgen gegen den SV Waldhof Mannheim (1:0), bei der TSG Hoffenheim II (4:2) und gegen Erzgebirge Aue (4:2) gewann RWE am Sonntagabend bei Viktoria Köln zum vierten Mal in Folge. Dickson Abiama und Lucas Brumme brachten die Koschinat-Elf in der Domstadt mit einem frühen Doppelschlag in der 10. und 12. Minute mit 2:0 in Führung und auch wenn die Viktoria durch Tim Kloss in der 52. Minute verkürzen konnte, stand am Ende ein 2:1-Sieg für Essen, der zugleich den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz bedeutete.
Obwohl der Start in die Partie mit einer von einem Patzer von José-Enrique Rios Alonso begünstigten Kölner Großchance begann und die Führung nach dem Anschluss der Gastgeber fast die gesamte Hälfte über dünn war, ließ Kapitän Michael Schultz gegenüber dem Reviersport durchblicken, nicht wirklich am Sieg gezweifelt zu haben: „Es fühlt sich geil an. Wenn man erst einmal drei Siege in Folge im Gepäck hat, dann hat man auch das Gefühl, man kriegt den vierten auch. Dann wackelt man nicht mehr groß – auch, wenn es sich von außen mal so anfühlt. Ich hatte nie das Gefühl, dass noch etwas kommt. Dieses Selbstvertrauen müssen wir mitnehmen und dann trotzdem den Gegner besser killen, wenn die Möglichkeit da ist.“
Der von den Fans gefeierte Koschinat machte bei „MagentaSport“ kein Geheimnis aus seinem freudigen Gemütszustand und ordnete diesen auch im Kontext mit der weitaus schwierigeren Situation vor drei Wochen ein: „Das ist schon etwas Besonderes. Vor allen Dingen nach den beiden wirklich schlimmen Spielen gegen Osnabrück und Rostock, wo viele schon gesagt haben: Okay, das war’s. Wir können uns nicht oben halten.“
Doch anstatt den Anschluss zu verlieren, startete RWE durch und übertraf nun sogar das Zwischenziel, mit 54 Punkten in die letzte Länderspielpause der Saison zu gehen, um einen Zähler.
Zwei Wochen bleiben nun, um durchzuatmen und Kraft zu tanken für den Endspurt, der gleich mit einer richtungsweisenden englischen Woche beginnt. Bevor beim 1. FC Schweinfurt eine Pflichtaufgabe wartet und dann der FC Ingolstadt an die Hafenstraße kommt, steigt dort am 4. April das mit Spannung erwartete Derby gegen den MSV Duisburg, das umso brisanter ist, weil die Zebras nur einen Punkt weniger auf dem Konto haben.
Beim Versuch, den Rivalen abzuhängen, muss RWE allerdings auf José-Enrique Rios Alonso und Michael Kostka verzichten, die beide in Köln ihre fünfte gelbe Karte kassiert haben.







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