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Noch hat der Kontrollausschuss des DFB keine Strafe für den Platzverweis ausgesprochen, den Florian Carstens beim 1:0-Sieg des FC Hansa Rostock am vorvergangenen Wochenende beim SV Wehen Wiesbaden nach 65 Minuten kassiert hat. Da die rote Karte nach einhelliger Meinung eine (zu) harte Entscheidung war, ist in Rostock aber die Hoffnung auf eine milde Strafe von maximal zwei Spielen vorhanden. Ob die Sanktion für Carstens überhaupt noch Relevanz hat, steht unterdessen auf einem anderen Blatt.
Denn beim letztlich souveränen 5:1-Sieg am Samstag im Viertelfinale des Landespokals Mecklenburg-Vorpommern beim 1. FC Neubrandenburg verletzte sich der Abwehrspieler möglicherweise schwerer am Knöchel. In der letzten Aktion des Spiels landete ein Gegenspieler unglücklich auf Carstens‘ Sprunggelenk und schnell war ersichtlich, dass es für den 27-Jährigen nicht mehr weitergehen würde.
Carstens wurde direkt für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Wie schwer es den Innenverteidiger erwischt hat, ist bislang nicht bekannt. Auch Trainer Daniel Brinkmann wollte nach der Partie bei Hansa-TV nicht spekulieren und den Untersuchungen nicht vorgreifen: „Ich drücke jetzt die Daumen. Ich hoffe, dass da nichts Schlimmeres passiert ist. Ich werde aber da keine Diagnose abgeben, weil ich es nicht beurteilen kann und warten möchte, was die Ärzte sagen“, ließ der Hansa-Coach indes schon durchklingen, auf Entwarnung zu hoffen.
Schließlich gehört Carstens zu den absoluten Stammkräften und Leistungsträgern im Team der Kogge. An den ersten 30 Spieltagen stand Carstens 29 Mal in der Startelf und fehlte nur beim 1:0-Auswärtssieg im Dezember beim VfB Stuttgart II aufgrund einer Gelbsperre. Aufgrund der roten Karte in Wiesbaden kommt gegen Viktoria Köln am Samstag sicher die nächste verpasste Partie hinzu, doch dabei soll es möglichst bleiben, wenn es nach Brinkmann geht.
Allerdings könnte Brinkmann auch das Szenario drohen, bis zum Ende der Saison gar nicht mehr auf Carstens bauen zu können. Verstärkt gefragt wären dann wohl mit Lukas Wallner und vielleicht auch Leon Reichardt zwei junge Abwehrspieler, die im bisherigen Saisonverlauf nicht über eine Nebenrolle hinausgekommen sind. Wallner betrieb indes schon in Neubrandenburg mit dem Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 Eigenwerbung.
Unklar ist unterdessen, wann der von nun schon längerandauernden Adduktorenproblemen geplagte Franz Pfanne wieder eine Option wird. Der Kapitän stand seit Mitte Februar nicht mehr auf dem Feld und kam seit der Winterpause generell nur zu zwei Kurzeinsätzen. Sollte Carstens länger ausfallen, wäre die Rückkehr des 31-Jährigen umso wichtiger, ist momentan aber nicht wirklich absehbar.
Ungeachtet vom Personal will der FC Hansa seinen Lauf fortsetzen und nach 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen möglichst auch in der anstehenden englischen Woche optimal punkten. Die Heimspiele gegen Köln und gegen den SSV Ulm gelten dabei als Pflichtsiege, während zwischendurch das direkte Duell bei Aufstiegskonkurrent SC Verl wartet.







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