
Gleich zwei Testspiele hat der VfL Osnabrück während der aktuellen Länderspielpause bestritten. Obwohl weder gegen Hannover 96 (0:2) noch gegen Borussia Mönchengladbach (2:2) ein Sieg gelungen ist, können die Lila-Weißen mit breiter Brust in den acht Spiele umfassenden Endspurt gehen, der gleich mit einer englischen Woche beginnt.
Zunächst erwartet der VfL an der Bremer Brücke den 1. FC Schweinfurt 05. Gegen das Schlusslicht ist ein Sieg fest eingeplant, ehe binnen fünf Tagen beim MSV Duisburg und gegen Energie Cottbus gleich zwei Duelle mit direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen anstehen – die bei aktuell schon sieben Punkten Vorsprung sowohl auf den dritten als auch auf den vierten Platz durchaus eine Vorentscheidung bringen könnten, wenn die Mannschaft von Trainer Timo Schultz gut bis sehr gut punkten kann.
Als mit Abstand bestes Team der Rückrunde mit neun Siegen und zwei Unentschieden in den ersten elf Partien des Jahres 2026 gilt der VfL Osnabrück für viele Experten schon jetzt als nahezu sicherer Aufsteiger. Die Verantwortlichen freilich halten den Ball noch flach und wollen zumindest öffentlich nicht zu weit in die Zukunft denken.
Hinter den Kulissen dürfte Direktor Profifußball Joe Enochs und sein Team aber durchaus auch schon die kommende Saison im Blick haben. Nicht zuletzt deshalb, weil der VfL ein gebranntes Kind ist und sich bei seinen zurückliegenden Aufstiegen nie lange in der 2. Bundesliga halten konnte, soll ein Aufstieg diesmal begleitet werden von klugen Personalentscheidungen und einer entsprechenden Kaderzusammenstellung.
Den einen oder anderen gestandenen Akteur mit Erfahrung in der 2. Liga hinzuzuholen, dürfte Teil der Osnabrücker Überlegungen sein. In diesem Zusammenhang nennt die Neue Osnabrücker Zeitung nun mit Moritz Heyer auch schon einen alten Bekannten als möglichen Neuzugang. Der 30 Jahre alte Defensiv-Allrounder wurde von 2008 bis 2014 in Osnabrück ausgebildet und kehrte nach Stationen bei den Sportfreunden Lotte sowie beim Halleschen FC im Sommer 2019 für ein gutes Jahr zurück, ehe dann der Lockruf des Hamburger SV kam.
Nach viereinhalb Jahren beim HSV entschied sich Heyer aufgrund weniger gewordener Einsätze zu Beginn des Jahres 2025 für einen Wechsel zu Fortuna Düsseldorf, konnte dort aber die Erwartungen nicht wirklich erfüllen. Vor wenigen Wochen galt es als nahezu sicher, dass sich die Wege nach der laufenden Saison wieder trennen würden, zumal eine einsatzabhängige Verlängerungsoption schon frühzeitig nicht mehr zu greifen schien.
15 Spiele über mindestens 45 Minuten muss Heyer bestreiten, damit sich sein Vertrag bei der Fortuna bis 2027 verlängert. Weil es von Ende November bis Anfang März nur zu zwei Kurzeinsätzen reichte, schien dieses Thema schon erledigt. Zuletzt allerdings lief Heyer zwei Mal von Beginn an auf und steht nun bei zehn qualifizierenden Einsätzen, könnte die Marke also im Endspurt noch erreichen und wäre dann eine weitere Saison an die Fortuna gebunden.
Doch obwohl Heyer aktuell für das von großen Personalproblemen geplagte Team von Trainer Markus Anfang nochmal wichtig geworden ist, dürfte sich das beiderseitige Interesse an einer längeren Zusammenarbeit eher in Grenzen halten. Sollte der VfL Osnabrück tatsächlich konkretes Interesse zeigen, wären die Chancen wohl intakt.







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