
Rechnerisch ist der Klassenerhalt für den FC Erzgebirge Aue noch drin, doch bei neun Punkten Rückstand ans rettende Ufer und nur noch acht ausstehenden Spielen ist auch klar, dass die Veilchen für einen Verbleib in Liga drei schon einen annähernd perfekten Schlussspurt hinlegen müssten und zudem Mannschaften wie der 1. FC Saarbrücken oder auch die TSG Hoffenheim II nicht mehr viel holen dürfen.
Just gegen Hoffenheim II startet Aue nach der Länderspielpause am Samstag in die letzten Saisonwochen und könnte dann noch einmal neue Hoffnung schöpfen, müsste indes in der folgenden Englischen Wochen am Dienstag beim SSV Jahn Regensburg ebenso nachlegen wie anschließend zu Hause gegen den SC Verl.
Die Hoffnung auf ein kleines Fußballwunder, das der Klassenerhalt sicherlich wäre, ist momentan im Lößnitztal noch vorhanden, doch gibt man sich dort auch keinen Illusionen hin, sondern fokussiert sich bei den Zukunftsplanungen auf die Regionalliga Nordost. Dass aus dieser in der nächsten Saison anders als im laufenden Spieljahr der Meister direkt aufsteigen würde, schürt den Glauben in Aue daran, dass das drohende Intermezzo in der Viertklassigkeit nur von kurzer Dauer sein wird.
Um in der neuen Saison von Anfang an gut gerüstet zu sein, stellt man in Aue frühzeitig die Weichen. Wie von Präsident Thomas Schlesinger angekündigt ist am gestrigen Mittwoch die Entscheidung über die künftige Besetzung der sportlichen Leitung gefallen. Vorstand, Aufsichtsrat und Ehrenrat entschieden sich dafür, weiter auf den erst im Winter angetretenen Michael Tarnat als Geschäftsführer Sport zu setzen, wenngleich dessen Wintertransfers und auch der Trainerwechsel von Jens Härtel zu Christoph Dabrowski nicht den erhofften Erfolg gebracht haben.
An der Seite von Tarnat wird auch Sportvorstand Jens Haustein in die Planungen involviert sein. Ebenso wie Steffen Ziffert, der früher schon als Sportdirektor fungierte, und nun als neuer Chefscout die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Mirko Reichel antritt.
Das Trio Tarnat, Haustein und Ziffert hat laut offizieller Kommunikation des Vereins die Aufgabe, „eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Spielern und entwicklungsfähigen Talenten“ zusammenzustellen, die „sowohl für die 3. Liga als auch für die Regionalliga wettbewerbsfähig“ wäre.
Die Gespräche mit Spielern aus dem aktuellen Kader haben in diesem Zusammenhang bereits begonnen. Gleichzeitig haben die Auer Verantwortlichen aber sicherlich auch den Spielermarkt im Blick, auf dem die Veilchen auch dank des Kreistages des Erzgebirgskreises verbesserte Möglichkeiten haben.
Denn in seiner Sitzung am Mittwoch entschied der Kreistag, dem Verein die für die 3. Liga fällige Pachtzahlung für Erzgebirgsstadion in Höhe von 250.000 Euro für die Saison zu stunden. Im Abstiegsfall würde die Stundung ebenfalls gelten, die Pacht aber zugleich auf 100.000 Euro reduziert.
Die Planungen sehen insgesamt einen Etat von rund drei Millionen Euro für die erste Mannschaft vor, womit der FC Erzgebirge in dieser Hinsicht die Regionalliga-Konkurrenz deutlich hinter sich lassen würde.







Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ | Erlaubt (Whitelist) | Suchtrisiken | Hilfe unter www.buwei.de | AGB gelten