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Mit dem 1:0-Sieg gegen den SC Verl hat der SSV Ulm eine gute Antwort auf das zuvor erlittene Aus im Viertelfinale des Landespokals gegeben und an den ordentlichen Auftritt vor der Länderspielpause bei Energie Cottbus (1:1) angeknüpft. Weil aber auch der 1. FC Saarbrücken gegen den FC Ingolstadt mit 1:0 siegreich war, beträgt der Rückstand der Spatzen ans rettende Ufer weiterhin acht Punkte – bei nur noch sieben ausstehenden Spielen eine alles andere als rosige Ausgangslage.
Schon am heutigen Mittwoch könnte sich das Ulmer Schicksal ein Stück weit entscheiden. Sollte Saarbrücken zu Hause gegen Alemannia Aachen gewinnen und die Spatzen gleichzeitig bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart leer ausgehen, würde die Mission Klassenerhalt wohl schon annähernd unmöglich. Umgekehrt freilich könnte der Abstand auf den rettenden 15. Platz im Optimalfall auf fünf Zähler verkürzt werden, womit fraglos nochmals richtig Hoffnung aufkeimen würde.
„Im Fußball kann alles passieren. Es sind noch genug Punkte zu vergeben und wir werden alles probieren“, betonte mit Niklas Kölle der Siegtorschütze gegen Verl, den Kopf noch lange nicht in den Sand stecken zu wollen.
Der Sieg über Aufstiegskandidat Verl gelang auch, nachdem Trainer Pavel Dotchev durchgegriffen und acht Akteure aus dem Profitraining gestrichen hat, darunter mit André Becker sowie den erst im Winter verpflichteten Streli Mamba und Abu-Bekir El-Zein auch Spieler mit höherklassiger Erfahrung.
Dotchev sind in den ins Training der U19 abkommandierten Profis mangels Spielrhythmus für das Saisonfinale keine Hilfe mehr und machte gegenüber dem kicker auch deutlich, dass es für die betreffenden Spieler in Ulm definitiv nicht weitergehen wird: „Ich rechne nicht mit ihnen. Diese Spieler, die jetzt nicht bei uns sind, die haben ab Sommer bei uns sowieso keine Zukunft mehr.“
Weil schon gegen Verl vier Talente aus der U19 auf der Bank saßen und nun der eingewechselte Jan Boller mit einem Kreuzbandriss lange ausfallen wird, darf allerdings verletzungstechnisch nicht viel passieren, damit Dotchev seine klare Haltung beibehalten kann.
Abzuwarten bleibt freilich, ob Dotchev selbst überhaupt über den Sommer hinaus in Ulm bleibt. Klar ist, dass sich der Vertrag des Rekordtrainers der 3. Liga nur dann automatisch um ein Jahr verlängern würde, wenn der Klassenerhalt gelingt. Dotchev signalisierte nun aber, sich auch im Abstiegsfall einen Verbleib und die Einleitung eines Neuaufbaus vorstellen zu können.
Entscheiden dürfte über Dotchevs Zukunft erst der neue Geschäftsführer Sport, der nach dem schnellen Abgang von Stephan Schwarz aber noch nicht gefunden ist. Momentan stehen die Vorstände Dominik Schwärzel und Robert Holzer in der Verantwortung und sollten bei aller Hoffnung auf ein Fußball-Wunder die Planung für das wahrscheinliche Szenario Regionalliga hinter den Kulissen vorantreiben.







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