
War beim TSV 1860 München bis zum Dienstag noch ein Funken Hoffnung auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga vorhanden, muss man an der Grünwalder Straße seit der 0:3-Niederlage bei Energie Cottbus der Realität ins Auge sehen, die ein weiteres Jahr 3. Liga verheißt. Anstatt mit einem Sieg in der Lausitz noch einmal bis auf vier Punkte an den dritten Platz heranzurücken, liegen die Löwen nun satte zehn Zähler hinter jenem Relegationsrang, der bei sechs ausstehenden Spielen kaum noch zu erreichen sein dürfte.
„Wenn man die anderen Ergebnisse sieht und dass wir hier nicht unsere Leistung abrufen konnten dann brauchen wir darüber nicht mehr reden“, hakte Trainer Markus Kauczinski auf der Pressekonferenz nach dem Spiel das Thema Aufstieg ab – diesmal endgültig, nachdem seine Mannschaft auf eine ähnliche Aussage Anfang Februar hin mit fünf Siegen in Serie geantwortet hatte und dadurch wieder Hoffnung aufgekeimt war.
Gleichzeitig übte Kauczinski durchaus scharfe Kritik am Auftreten zumindest von Teilen seiner Mannschaft und insbesondere im ersten Durchgang: „Wir haben heute unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. In der ersten Hälfte ist Cottbus über uns hergefallen. Wir haben zu viele Spieler gehabt, die sich nicht gewehrt haben.“
Geschäftsführer Manfred Paula war nach der Niederlage in Cottbus auch nicht gewillt, die Aufstiegshoffnungen künstlich am Leben zu halten und sprach offen davon, nun „realistischerweise anders planen“ zu müssen. Heißt übersetzt, dass die Münchner Löwen im Sommer einen neuen Anlauf unternehmen werden, eine Mannschaft zusammenzustellen, die dann im Idealfall in einem Jahr den Sprung in Liga zwei schaffen kann.
Mit dabei sein werden aller Voraussicht nach weiterhin der ohnehin bis 2027 gebundene Kevin Volland sowie Max Reinthaler, Philipp Maier und Florian Niederlechner, deren Verträge sich um ein Jahr verlängert haben. Ein Korsett an erfahrenen Kräften ist damit vorhanden, muss aber sicherlich verstärkt werden, zumal gerade Niederlechner in den vergangenen Monaten die Erwartungen nicht mehr wirklich erfüllen konnte und auch schmerzhafte Abgänge drohen könnten.
So berichtet der kicker, dass eine Vertragsverlängerung mit Torwart Thomas Dähne aus finanziellen Gründen noch fraglich ist und der mit zwölf Treffern beste Torschütze Sigurd Haugen nur schwerlich zu halten sein wird. Und wie Jesper Verlaat und Tunay Deniz nach langwierigen Verletzungen zurückkommen, muss auch erst abgewartet werden.
Völlig zu den Akten legt man in München die laufende Spielzeit aber sicherlich nicht, denn noch bleibt ein großes Ziel: der Gewinn des bayerischen Landespokals, in dessen Finale die Kauczinski-Elf am 23. Mai auf die Würzburger Kickers trifft. Dann geht es nicht nur um einen Titel, der für die Fans mutmaßlicher bedeutender wäre als für den Verein, sondern auch um wichtige Einnahmen.
Der Gewinn des Landespokals würde einen Startplatz im nächstjährigen DFB-Pokal bedeuten und in dessen erster Runde garantierte Einnahmen von mehr als 200.000 Euro, zudem die Aussicht, mit jeder weiteren Runde die Kassen richtig füllen zu können.







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