
Mit dem 4:1 gegen den FC Ingolstadt hat Rot-Weiss Essen am Wochenende nicht nur die Englische Woche mit der Optimalausbeute von neun Punkten abgeschlossen, sondern sogar den siebten Sieg in Serie eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat hat sich mit diesem Zwischenspurt als Tabellenzweiter einen Vorsprung von je vier Punkten auf den Relegationsplatz und auf Rang vier erarbeitet, hat damit beste Chancen, Mitte Mai den ersehnten Sprung in die 2. Bundesliga zu schaffen.
Schon am nächsten Sonntag könnte RWE einen weiteren ganz großen Schritt machen, wenn das Gastspiel beim drittplatzierten FC Energie Cottbus auf dem Programm steht. Anschließend warten an den letzten vier Spieltagen gegen den 1. FC Saarbrücken, beim VfB Stuttgart II, gegen den SC Verl und beim SSV Ulm zumindest auf dem Papier nicht mehr die extrem hohen Hürden, sodass an der Hafenstraße die Träume vom Aufstieg mit einiger Berechtigung immer mehr Fahrt aufnehmen.
Kommende Saison zweitklassig an den Start zu gehen, würde nicht nur für jede Menge Euphorie sorgen, sondern auch die Chancen deutlich verbessern, die aktuelle Mannschaft zusammenzuhalten. So etwa hat Kaito Mizuta, der mit neun Toren und elf Vorlagen aktuell der Top-Scorer ist, bereits anklingen lassen, kommende Saison nicht mehr in der 3. Liga spielen zu wollen. Der japanische Offensivmann, dessen Vertrag in Essen ausläuft, wurde auch schon mit anderen Klubs wie dem VfL Bochum und Hannover 96 in Verbindung gebracht, könnte aber im Aufstiegsfall durchaus auch verlängern.
Eine weitere Zusammenarbeit streben die Essener Verantwortlichen auch mit zwei zu Leistungsträgern avancierten Leihspielern an – zum einen mit Jannik Hofmann, der von der rechten Abwehrseite aus mit drei Toren und fünf Vorlagen in 22 Einsätzen auch für das Offensivspiel große Bedeutung hat. Zum anderen mit Dickson Abiama, der Anfang Februar unmittelbar vor Transferschluss vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen wurde und in elf Einsätzen auf eine bemerkenswerte Quote von sechs Toren und vier Vorlagen kommt.
Insbesondere in den vergangenen Wochen ist der meist auf dem rechten Flügel aufgebotene Abiama aus der Mannschaft kaum mehr wegzudenken und hat mit seinen Leistungen ein dickes Empfehlungsschreiben abgegeben, nachdem der 27-Jährige in Kaiserslautern kaum noch eine Rolle gespielt hatte. Der FCK würde Abiama daher im Sommer wohl auch nicht die ganz großen Steine in den Weg legen. Laut einem Bericht der WAZ wären die Pfälzer dazu bereit, Abiama für eine Ablöse im Bereich von 250.000 bis 300.000 Euro ganz abzugeben – wobei man in Kaiserslautern aber natürlich die Entwicklung des Nigerianers auch aufmerksam verfolgt und darauf basierend durchaus auch etwas an der Preisschraube drehen könnte.
Ablösepflichtig wäre auch der 24-jährige Hofmann, der schon mit sechs Jahren zum 1. FC Nürnberg kam und dem Club grundsätzlich eng verbunden ist. Allerdings ist fraglich, ob sich Hofmann bei seinem Heimatverein eine echte Perspektive bietet, zumal der FCN entweder den aktuell vom FC Augsburg ausgeliehenen Henri Koudoussou halten oder aber einen neuen Rechtsverteidiger verpflichten will.
In Essen wäre man derweil dazu bereit, für Hofmann eine Ablöse auf den Tisch zu legen, um den gebürtigen Bayreuther längerfristig an sich binden zu können. Wie bei Abiama dürfte eine Entscheidung aber erst fallen, wenn die künftige Klassenzugehörigkeit feststeht.







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