
Fünf Spieltage vor Schluss liegt der SV Waldhof Mannheim in der 3. Liga auf Platz elf – bei 13 Punkten Rückstand auf den dritten Rang und 18 Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone jenseits von Gut und Böse. Auch wenn die letzten Partien erfolgreicher verlaufen sollen als das vergangene Wochenende mit der 1:4-Niederlage im eigenen Stadion gegen den MSV Duisburg richten sich in der Kurpfalz viele Blicke damit schon in die Zukunft und in die neue Saison, in der die Buwe weitere Entwicklungsschritte anstreben – und im Optimalfall mutmaßlich im vorderen Bereich der Tabelle mitmischen wollen.
Erste Personalentscheidungen sind bereits gefallen. So hat Terrence Boyd seine Entscheidung revidiert und das schon angekündigte Karriereende nochmal um (mindestens) ein Jahr verschoben. Während der Routinier somit weiterhin als Option für den Sturm zur Verfügung steht, hat mit Kushtrim Asallari eine andere Offensivkraft verlängert.
Asallari, der im vergangenen Sommer von Borussia Mönchengladbach II nach Mannheim gekommen und sich nach etwas Anlaufzeit immer besser zurechtgefunden hat, soll seine persönliche Entwicklung in Mannheim fortsetzen. „Auch in der Hinrunde haben wir bei Kushtrim gesehen, dass er uns mit seinen Attributen helfen kann. Seit dem Start der Rückrunde ist er jetzt nochmal deutlich konstanter in seinen Leistungen geworden, weshalb wir uns für diese Vertragsverlängerung entschieden haben“, kommentierte Geschäftsführer Gerhard Zuber die Personalie.
Neu zum Kader von Trainer Luc Holtz, der im vergangenen Sommer erst nach dem zweiten Spieltag vom früh entlassenen Dominik Glawogger übernommen hat und der nun erstmals eine komplette Vorbereitung in der Quadratestadt anleiten kann, stößt derweil in jedem Fall schon Jid Okeke, der aktuell von Stockport County an den FC Walsall verliehen ist und beim englischen Viertligisten zu den Stammkräften gehört.
Den 21 Jahre alten Außenverteidiger, der auf beiden Seiten eingesetzt werden kann, haben die Buwe schon offiziell als ersten Neuzugang präsentiert. Für den Deutsch-Nigerianer, der einst im Nachwuchs den FC St. Pauli in Richtung Insel verlassen hat, ist es nach acht Jahren die Rückkehr nach Deutschland, der der Durchbruch folgen soll.
Okeke soll dann möglichst seinen Beitrag zu einer stabileren Defensive leisten. Aktuell steht der SV Waldhof nach 33 Partien bei 60 Gegentoren und damit den fünftmeisten nach den vier Mannschaften auf den Abstiegsplätzen. Ein Thema, das Zuber angehen will: „Wir haben viel zu viele Tore bekommen. So viele kannst du gar nicht schießen“, kündigte der Geschäftsführer in der „Rhein-Neckar-Zeitung“ zumindest zwischen den Zeilen Verstärkungen für die letzte Reihe an.
Die Hoffnung, den im Winter vom 1. FC Union Berlin ausgeliehenen Oluwaseun Ogbemudia halten zu können, wird sich dabei wohl eher nicht erfüllen, hat man doch auch in der Hauptstadt die guten Leistungen des Innenverteidigertalents registriert. Offen ist die Zukunft von Sanoussy Ba, der ebenfalls im Winter auf Leihbasis von Eintracht Braunschweig gekommen ist sowie von Niklas Hoffmann, Sascha Voelcke, Samuel Abifade und Janne Sietan, deren Verträge zum Saisonende auslaufen.
Weil wohl ein größerer Umbau der Defensive geplant ist, dürften aus dem genannten Kreis aber kaum alle Spieler bleiben.







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