
Beginnend mit dem Gastspiel am Samstag (14 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken hat der TSV 1860 München noch fünf Spiele vor der Brust, in denen es mit Blick auf die Tabelle um nicht mehr viel geht. Bei neun Punkten Rückstand auf den dritten Platz sind die Aufstiegschancen der Löwen nur noch theoretischer Natur, sodass sich vieles schon auf die Zukunft fokussiert, wenngleich natürlich im Endspurt dennoch noch ordentliche Spiele abgeliefert und keine Wettbewerbsverzerrung betrieben werden soll.
Letzteres gilt schon für die Partie in Saarbrücken, sind die Saarländer in Sachen Klassenerhalt doch noch nicht ganz durch. Ob es für die übrigen Gegner – SSV Ulm (H), 1. FC Schweinfurt 05 (A), FC Ingolstadt (H) und SC Verl (A) – dann noch um etwas geht, ist im Moment offen. Durchaus möglich aber, dass die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski im Saisonfinish nur noch bessere Freundschaftsspiele zu absolvieren hat – bevor dann am 23. Mai aber noch das Endspiel im Landespokal gegen die Würzburger Kickers wartet, in dem die auch finanziell wichtige Zulassung für den nächstjährigen DFB-Pokal gesichert werden soll.
Sicher ist unterdessen bereits, dass die Löwen in der neuen Saison den nächsten Anlauf unternehmen werden, der 3. Liga zu entkommen. Dafür forderte Kevin Volland, der noch ein Jahr unter Vertrag steht und keinen Abschied plant, im Bayerischen Fernsehen eine andere Herangehensweise: „Die Mentalität in manchen Situationen in solchen Entscheidungsspielen hat gefehlt, das müssen wir uns ankreiden. Das sind Sachen, aus denen wir lernen und im Kopf etwas ändern müssen.“
Geschäftsführer Manfred Paula zeigte sich unterdessen im Rückblick auf die im letzten Sommer geschürte Erwartungshaltung selbstkritisch: „Ich glaube, wir waren nicht so gut beraten, das Etikett ‚Aufstiegskader‘ auf diesen Kader zu kleben. Die Mannschaft musste sich erst finden. Dann haben wir festgestellt, dass wir doch noch Bereiche haben, wo wir defizitär sind und uns entwickeln müssen.“
Für die neue Saison sind die Löwen laut Paula indes schon dabei, wieder „einen schlagkräftigen Kader“ zusammenzustellen. Weiterhin dazu gehören wird Tunay Deniz, der seit seinem im November 2025 erlittenen Kreuzbandriss schmerzlich vermisst wird und nun einen neuen Vertrag bis 2027 unterschrieb. „Tunay kann mit seinem kreativen Potenzial weitere Qualität in unser Spiel bringen. Deshalb freuen wir uns, dass er so weit ist, bald wieder ins Training einzusteigen, und bereits zum Vorbereitungsstart wieder vollumfänglich zur Verfügung steht“, glaubt Paula daran, dass der 32-Jährige nochmal wichtig werden kann.
Den Verein verlassen wird nach gescheiterten Vertragsgesprächen hingegen Youngster Clemens Lippmann, den es Medienberichten zufolge zum SC Paderborn ziehen soll. Einige gestandene Profis wie Jesper Verlaat, Raphael Schifferl, Tim Danhof, Morris Schröter, Thore Jacobsen, David Philipp und Maximilian Wolfram besitzen unterdessen nur noch Verträge bis zum 30. Juni.
Der eine oder andere Abgang aus diesem Kreis ist zu erwarten. Schon alleine auch deshalb, um Platz im Kader und im Etat für frische Impulse zu schaffen.







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