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Mit dem torlosen Unentschieden beim schon abgestiegenen 1. FC Schweinfurt 05 hat der FC Hansa Rostock am vergangenen Wochenende im Aufstiegsrennen der 3. Liga zwei wichtige und am Ende möglicherweise noch richtig schmerzhafte Punkte liegenlassen. Drei Punkte liegt die Kogge nun vier Spieltage vor Schluss hinter dem dritten Platz, der zumindest die Relegation bedeuten würde, und sogar vier Zähler hinter Rang zwei.
Unmöglich ist in einer engen Liga, die immer wieder für Überraschungen gut ist, allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts. Sicher ist indes, dass sich Hansa im Endspurt nicht mehr viele Patzer erlauben darf, vermutlich die letzten vier Spiele sogar allesamt gewinnen muss. Ein nicht völlig unmögliches Unterfangen mit Blick auf das Restprogramm bestehend aus Heimspielen gegen den SSV Jahn Regensburg und den VfB Stuttgart II sowie Reisen zu Alemannia Aachen und zum 1. FC Saarbrücken. Die größte Herausforderung dürfte dabei das Gastspiel bei der formstarken Alemannia sein.
Die Rostocker Verantwortlichen müssen unterdessen im Moment den Spagat hinbekommen, einerseits die volle Überzeugung vom Aufstieg auszustrahlen, andererseits aber für den Fall der Fälle auch die neue Drittliga-Saison vorzubereiten. Sportdirektor Amir Shapourzadeh machte diesbezüglich am Rande des Spiels in Schweinfurt bei Magenta TV keinen Hehl daraus, dass es sich um eine anspruchsvolle Aufgabe handelt: „Es ist natürlich doppelt so viel Arbeit, nichtsdestotrotz haben wir gerne diese Situation, dass du dich überhaupt mit der 2. Liga beschäftigen darfst. Wir versuchen, so gut es geht, unsere Planung vorzubereiten, um dann auch für beide Szenarien gut vorbereitet zu sein.“
Dass gleich zwölf Spieler nur noch einen Vertrag bis zum 30. Juni besitzen und vermutlich gerne zeitnah Klarheit ihre persönliche Zukunft betreffend hätten, macht Shapourzadeh die Arbeit nicht einfacher. Zu den nur bis Saisonende gebundenen Akteuren gehören mit Viktor Bergh (Djurgardens IF), Lukas Kunze (Arminia Bielefeld) und Emil Holten (IF Elfsborg) auch drei Leihspieler, über deren Weiterverpflichtung noch nicht entschieden wurde.
Während Kunze bei nur vier Startelfeinsätzen im Endspurt noch Argumente in eigener Sache liefern muss, haben sich Außenverteidiger Bergh und Torjäger Holten hinreichend für einen Verbleib empfohlen. Ob es gelingt, das Duo zu halten, steht aber auf einem anderen Blatt.
In Bezug auf Holten, der sich mit 13 Treffern auch für andere Klubs interessant gemacht hat, berichtet Shapourzadeh in der Ostsee-Zeitung von „einem guten und offenen Austausch mit ihm und seinem Berater.“ In Rostock setzt man in den Gesprächen darauf, dass de 29-Jährige bei Hansa hohe Wertschätzung genießt und in einer wichtigen Rolle eingeplant wäre: „Emil weiß, was er an uns hat. Er fühlt sich wohl, ist mittlerweile gesetzt und bringt gute Leistungen. Das ist schon eine solide Grundbasis.“
Gibt Holten grünes Licht, wird Hansa eine vorhandene Kaufoption mit ziemlicher Sicherheit ziehen. Zur Höhe der Ablöse ist nichts bekannt, doch dank des winterlichen Rekordverkaufs von Ryan Naderi an die Glasgow Rangers sind genügend Mittel für Transfers vorhanden.







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