
Bei acht Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und noch vier ausstehenden Spielen ist der FC Ingolstadt noch nicht durch, doch dass die Schanzer im Endspurt der 3. Liga noch wirklich in Abstiegsgefahr geraten, ist eher nicht zu erwarten. Das freilich liegt aktuell weniger an der eigenen Stärke der Mannschaft von Trainerin Sabrina Wittmann, die die letzten sechs Spiele allesamt verloren hat, als vielmehr an der Schwäche der Teams im Tabellenkeller, denen schwerlich ein nahezu perfektes Saisonfinale zuzutrauen ist.
Dass in der Regel 45 Punkte mit dem Klassenerhalt gleichgesetzt werden, Ingolstadt momentan aber erst bei 40 Zählern steht, dürfte unterdessen für eine kritische Analyse der Saison sorgen und sollte auch in gewisser Weise eine Warnung darstellen. Denn sollte sich der Negativtrend in der neuen Saison fortsetzen, scheinen Parallelen zu einem Verein wie Erzgebirge Aue, der eigentlich andere Ziele verfolgt hat und nun praktisch abgestiegen ist, nicht undenkbar.
Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer stehen dabei vor der nicht einfachen Aufgabe, mit abermals weniger Geld einen besseren Kader bauen oder zumindest die Voraussetzung für eine nachhaltig positive Entwicklung schaffen zu müssen.
En Qualitätsverlust wie in den vergangenen Transferperioden ist momentan zu befürchten, wobei Beiersdorfer in diesem Zusammenhang auf der vereinseigenen Webseite mit der gerade efolgten Vertragsverlängerung mit Abwehrchef Simon Lorenz dagegenhält: „Die Verlängerung von Simon zeigt, dass wir trotz der letzten Ergebnisse einen klaren Kurs verfolgen und an einem stabilen Fundament für unseren Kader arbeiten“, so der erfahrene Ex-Profi, die die weiteren Planungen grob anreißt: „Dass wir, obwohl wir budgetär deutliche Abstriche machen müssen, weiterhin in der Lage sind, uns konkurrenzfähig aufzustellen sowie ein interessanter Klub für hochambitionierte Spieler oder Talente sind und es wertvoll sein wird, diesen Weg mitzugehen.
Beiersdorfer, der sich nach eigenen Angaben mit weiteren Spielern aus dem vorhandenen Kader in finalen Gesprächen befindet, wird nun in den nächsten Wochen noch genau hinsehen, wer Argumente für eine Zukunft in Ingolstadt liefert und bei wem eine Trennung sinnvoller ist.
Im Endspurt warten bei der TSG Hoffenheim II, gegen Erzgebirge Aue, beim TSV 1860 München und gegen Waldhof Mannheim nur noch Gegner, für die es um nicht mehr viel geht. Das Ziel der Schanzer lautet dann klar, noch einige Punkte zu holen und vor allem die Negativspirale zu stoppen.
Geht es mit Niederlagen bis zum Schluss weiter, würde sich eine sicherlich nicht optimale Stimmung bis in den Sommer ziehen und möglicherweise auch die Trainerfrage auf den Tisch bringen. Bislang genießt Wittmann hohe Wertschätzung, doch vor den üblichen Mechanismen des Profigeschäfts wäre bei anhaltendem Misserfolg auch die 34-Jährige kaum gefeit.







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