
Die Ausgangsposition war in dieser Saison schon deutlich besser, doch noch ist der SC Verl im Aufstiegsrennen der 3. Liga dabei. Als Tabellensechster liegen die Ostwestfalen aktuell aber schon fünf Punkte hinter Platz drei und sogar sechs Zähler hinter dem zweiten Rang, sodass wohl schon ein optimaler Endspurt nötig ist, um noch den Sprung zumindest in die Relegation zu schaffen.
Das allerdings wird alles andere als einfach, denn schon das anstehende Wochenende hält mit dem Gastspiel am Samstag bei Tabellenführer VfL Osnabrück die größte Hürde bereit, die es in der 3. Liga aktuell gibt. Und bei machbaren Heimspielen gegen den TSV Havelse und den TSV 1860 München geht es am 37. Spieltag auch noch zu Rot-Weiss Essen, dem aktuellen Tabellenzweiten.
Positiv gesehen hat Verl damit gleich zwei Möglichkeiten, Big-Points zu landen, wenngleich Osnabrück mit bereits zwölf Punkten mehr theoretisch noch eingeholt werden kann. Realistisch indes ist, dass der Sportclub auch 2026/27 drittklassig spielen wird – nach jetzigem Stand unter Anleitung von Trainer Tobias Strobl, der zwar beim Karlsruher SC als Nachfolger von Christian Eichner gehandelt wird, aber öffentlich erklärt hat, seine Arbeit in Verl fortsetzen zu wollen.
Bleibt Strobl Trainer in Verl, wartet die schwierige Aufgabe, das komplette Kreativzentrum ersetzen zu müssen. Timur Gayret, der sich am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg gegen Viktoria Köln ohne gegnerische Einwirkung einen Kreuzbandriss zugezogen hat und somit nicht auf dem Spielfeld Abschied nehmen kann, wechselt mit Vertragsende am 30. Juni ablösefrei zum SC Paderborn.
Berkan Taz, der mit 16 Toren und 17 Vorlagen in 34 Einsätzen wie schon im vergangenen Jahr wieder zu den herausragenden Akteuren der 3. Liga gehört, besitzt ebenfalls nur noch ein Arbeitspapier bis zum Ende der laufenden Spielzeit und wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders als im Sommer 2025 nicht erneut für einen Verbleib an der Poststraße entscheiden.
Vielmehr hat der 27-Jährige nun gegenüber demReviersport offen über seinen Traum von der spanischen La Liga gesprochen und zudem verraten, bereits mit potentiellen neuen Klubs über einen Wechsel zur nächsten Saison im Austausch zu sein: „Ich habe schon mit einigen Vereinen und Verantwortlichen zusammengesessen. Einige Gespräche werden noch folgen. Bisher waren alle Gespräche sehr interessant und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Das hat mir gefallen.“
Namen interessierter Klubs nannte Taz naturgemäß nicht, doch dass sich der VfL Bochum um den in Berlin geborenen Deutsch-Türken bemüht, ist schon vor längerem durchgesickert. Zudem sollen laut Reviersport neben ausländischen Klubs aus der 2. Bundesliga auch der 1. FC Magdeburg, Arminia Bielefeld und die SV Elversberg ihre Fühler ausgestreckt haben.
Einen Doppelwechsel zusammen mit Gayret nach Paderborn wird es hingegen wohl nicht geben. Die Spur zum ostwestfälischen Nachbarn, die vergangene Woche noch heiß schien, ist offenbar bereits keine mehr. Sein großes Ziel freilich könnt Taz mit dem zweitplatzierten SCP momentan eher erreichen als mit den übrigen Interessenten: „Ich will als Spätstarter in die Bundesliga“, so der offensive Mittelfeldmann, dessen Entscheidung sich noch ein wenig ziehen könnte.







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