
Mit den jüngsten Niederlagen im Top-Spiel beim direkten Konkurrenten Energie Cottbus (3:5) und gegen den 1. FC Saarbrücken hat Rot-Weiss Essen in den letzten beiden Wochen eine zuvor sehr gute Ausgangsposition im Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielt, sein Schicksal aber noch immer in der eigenen Hand. Auf Platz drei stehend kann RWE zumindest die Teilnahme an der Relegation selbst sichern und dann noch immer den Sprung in die Zweitklassigkeit schaffen.
Dafür freilich muss die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat schnell wieder in die Spur finden und darf im Endspurt beim VfB Stuttgart II, gegen den SC Verl und beim SSV Ulm nichts mehr liegen lassen. Gelingen die optimalen neun Punkte, die mit Blick auf das durchaus machbare Programm nicht utopisch erscheinen, ist auch Platz zwei noch möglich, zumal das mit zwei Punkten mehr zweitplatzierte Cottbus am kommenden Wochenende beim MSV Duisburg vor einer sehr hohen Hürde steht.
Dass mit Klaus Gjasula und Ramien Safi zwei Akteure in Großaspach gegen Stuttgart II gelbgesperrt fehlen, zudem ein Fragezeichen hinter dem von muskulären Problemen geplagten Dickson Abiama steht, bedeutet keine perfekten personellen Rahmenbedingungen, doch gibt der Essener Kader genügend Alternativen her, um die Ausfälle auffangen und dennoch eine schlagkräftige Elf aufbieten zu können.
Generell sehen nicht wenige Experten den Kader von RWE als größten Trumpf im Aufstiegsrennen, hat Trainer Koschinat doch immer auch die Möglichkeit, von der Bank noch Qualität nachzulegen. Einen Vorteil, den man sich an der Hafenstraße unabhängig davon, ob der Aufstieg gelingt, auch in der nächsten Saison bewahren will. So hat Essen dem Vernehmen nach längst damit begonnen, potentielle Neuzugänge für den Sommer zu identifizieren. Zwei Kandidaten, die aktuell die Runde machen, sind derzeit bei Drittliga-Rivalen unter Vertrag.
Zum einen berichtete die Reviersport von einem Essener Interesse an Maurice Multhaup, dessen Vertrag beim 1. FC Saarbrücken ausläuft. Der 29-Jährige ist in Bottrop geboren und zeigte sich auf Reviersport-Nachfrage offen für ein Engagement in Essen: „Mein Vertrag läuft aus. Ich war im Winter eine längere Zeit auch raus und seit zwei Monaten wieder so richtig fit. Ich fühle mich sehr gut und habe mir gesagt, dass ich in den letzten Spielen meine Leistung bringen will. Über das Interesse, sollte es bestehen, freue ich mich natürlich, denn es ist meine Heimat.“
Wie Multhaup, der auf beiden Flügeln eingesetzt werden kann, ist auch Marcel Costly in der Offensive nicht auf eine Position festgelegt. Der 30-Jährige ist zwar eigentlich Rechtsaußen, kam beim FC Ingolstadt zuletzt aber auch im Sturmzentrum zum Einsatz und hat mit 15 Saisontoren in nicht mehr ganz jungem Fußballer-Alter seine Torjägerqualitäten erst so richtig entdeckt.
Trotz eines bis 2028 laufenden Vertrages ist ein Abschied Costlys aus Ingolstadt denkbar, soll das Arbeitspapier doch eine Ausstiegsklausel mit einer Ablöse im sechsstelligen Bereich enthalten. Möglich, dass sich RWE, aber auch andere Vereine näher damit beschäftigen werden.







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