
Obwohl das Saisonfinale erst am Samstag um 13.30 Uhr steigt, ist schon jetzt die Spannung rund um Energie Cottbus zum Greifen. Die Lausitzer haben die Chance, mit einem Sieg beim SSV Jahn Regensburg aus eigener Kraft den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen und können vor Ort in der Oberpfalz auf breite Unterstützung bauen. Mindestens 6.000 Fans sollen die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz mit nach Regensburg begleiten und wollen dort bei einem Gegner, für den es um nicht mehr viel geht, die Rückkehr in Liga zwei nach zwölf Jahren samt zwischenzeitlichem Absturz in die Viertklassigkeit schaffen.
Wollitz ist im Vorfeld gefordert, seine Mannschaft passend auf die Partie in Regensburg vorzubereiten und forderte mit Blick darauf schon kurz nach dem erst spät zustandegekommenen 2:1-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den SV Wehen Wiesbaden eine deutliche Steigerung: „Wir müssen dann besser spielen. Also ich fantasiere nicht – ich bin Fußballtrainer. Wir haben heute gesehen, wie es ist, gegen Mannschaften zu spielen, die Qualität haben und sich da nicht irgendwie gehen lassen.“
Großen Wert legt Wollitz auch am letzten Spieltag darauf, dass seine Mannschaft anders als gegen Wiesbaden wieder zu ihrem eigentlichen Ansatz zurückkehrt. „Es gibt ja welche, die sagen: ‚Putz den Mund ab.‘ Ich bin das nicht. Ich möchte schon, dass wir unsere Inhalte versuchen, auf den Platz zu bekommen, und das haben wir heute nicht geschafft“, war der Energie-Coach nach der Partie gegen Wiesbaden mit der Spielweise nicht einverstanden
Dass mit Axel Borgmann und Tolcay Cigerci zwei gegen Wiesbaden gelbgesperrte Schlüsselspieler in Regensburg wieder dabei sind, macht indes Hoffnung auf wieder mehr Struktur im eigenen Spiel, wozu im Laufe der Partie auch wieder der am letzten Wochenende als Joker zum Matchwinner avancierte Tolga Cigerci beitragen soll. Dass beide Cigerci-Brüder von Beginn auflaufen, ist nicht ausgeschlossen, aber eher nicht zu erwarten.
Natürlich konzentriert sich in Cottbus derzeit alles auf das Saisonfinale, aber hinter den Kulissen richtet sich der Blick durchaus auch schon auf die neue Saison und mögliche Kaderveränderungen im Sommer. Nachdem im Winter darauf verzichtet wurde, einen Ersatz für den an Dynamo Dresden verkauften Elias Bethke zu verpflichten, wird für die kommende Saison wahrscheinlich ein neuer Torhüter kommen.
Obwohl Marius Funk gute Leistungen gebracht hat und eine Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2026 hinaus erwarten darf, und mit Alexander Sebald ein weiterer Keeper bis 2028 gebunden ist, bemüht sich Energie nach Informationen der Lausitzer Rundschau um Florian Hellstern vom VfB Stuttgart.
Der 18-Jährige hat sich mit starken Leistungen für die Zweitvertretung der Schwaben in der 3. Liga für höhere Aufgaben empfohlen und soll im Rahmen einer Ausleihe kommende Saison mindestens in der 2. Bundesliga Spielpraxis sammeln. Cottbus ist dabei allerdings nicht der einzige Interessent. Auch Holstein Kiel, der SC Paderborn und Hannover 96 sollen Hellstern auf dem Zettel haben – und die beiden letztgenannten Klubs haben am Sonntag sogar noch die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen und könnten dann eine nochmals bessere Perspektive bieten.







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