
Die Ausgangsposition könnte besser sein, doch als Tabellenvierter besitzt Rot-Weiss Essen vor dem letzten Spieltag noch alle Chancen sowohl auf den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga als auch auf die Relegation. Bei zwei Punkten Rückstand auf Energie Cottbus und der um sechs Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber dem punktgleich auf Rang zwei stehenden MSV Duisburg muss RWE allerdings nicht nur die eigene Aufgabe beim SSV Ulm meistern, sondern auch auf Schützenhilfe hoffen.
Dass Cottbus beim SSV Jahn Regensburg und Duisburg zu Hause gegen Viktoria Köln auf Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld treffen, für die es jeweils um nicht mehr viel geht, erhöht die Essener Hoffnungen zwar nicht, doch der Glaube an den Sprung in die 2. Liga ist an der Hafenstraße nach wie vor vorhanden. Dafür indes muss die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat erst einmal ihre eigenen Hausaufgaben erledigen und bei den längst als Absteiger feststehenden Ulmer Spatzen siegen.
Dass mit dem 1:0-Sieg gegen den SC Verl am vergangenen Wochenende eine zur völligen Unzeit gekommene Negativserie von drei Niederlagen durchbrochen werden konnte, sorgt hinsichtlich des Gastspiels in Ulm zwar für Zuversicht, doch in personeller Hinsicht plagen RWE einige Sorgen.
So fällt Routinier Klaus Gjasula aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung mit ziemlicher Sicherheit erneut aus. Allerdings hat der 21-jährige Gianluca Swajkowski gegen Verl nicht nur wegen seines Siegtreffers gezeigt, ein mehr als ordentlicher Ersatz zu sein. Größere Sorgen bereitet Essens Trainer Koschinat deshalb die Situation auf den defensiven Außenbahnen mit gleich mehreren Ausfällen.
Zum weiterhin an einer Muskelverletzung laborierenden Franci Bouebari hat sich gegen Verl Lucas Brumme in den Krankenstand gestellt. Der Linksverteidiger hat sich einen Außenbandriss zugezogen, der einen Einsatz in Ulm kaum möglich machen würde. Mit Blick auf eine eventuelle Relegation scheint ein Comeback bei optimalem Heilungsverlauf aber nicht ausgeschlossen.
Sollte neben Bouebari und Brumme auch der an einer Beckenprellung laborierende Jannik Hofmann, der teilweise mit dem Training aussetzen musste, nicht auflaufen können, stünden mit Michael Kostka und Nils Kaiser nur noch zwei Außenverteidiger zur Wahl, von denen der eigentliche Rechtsverteidiger Kostka erneut links gefragt sein könnte. Allerdings geht die Tendenz bei Hoffmann dahin, dass es bis Samstag reichen wird.
Hoffnung gibt es unterdessen bei Dickson Abiama. Die winterliche Leihgabe des 1. FC Kaiserslautern ist nach auskurierter Muskelverletzung am Dienstag wieder ins Training eingestiegen und sollte vorbehaltlich eines Rückschlages in Ulm zur Verfügung stehen, zumindest als Joker. Mit zehn Scorerpunkten in seinen bisherigen 13 Einsätzen hat Abiama gezeigt, ein Unterschiedsspieler sein zu können, auf den Koschinat in Ulm natürlich gerne zurückgreifen würde.







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