
Die Enttäuschung über den im Endspurt verpassten Durchmarsch in die 2. Bundesliga und insbesondere die am letzten Spieltag mit einem 1:1 gegen Viktoria Köln liegengelassene Chance auf die Relegation wird den MSV Duisburg vermutlich den Sommer über noch etwas länger begleiten. Dabei sind wird dann aber sicherlich auch die Hoffnung, es Energie Cottbus gleichtun zu können. Denn die Lausitzer sind vor einem Jahr ebenfalls als Aufsteiger nur hauchdünn am Durchmarsch vorbeigeschrammt, nun aber mit zwölf Monaten Verspätung doch aufgestiegen.
Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Michael Preetz sind nun gefordert, in den nächsten Wochen einen Kader zusammenzustellen, mit dem ein neuer Anlauf in Richtung 2. Liga erfolgen kann – der aller Voraussicht nach auch das Saisonziel sein wird.
Enorm wichtig wäre es für den MSV Duisburg, wenn in der kommenden Saison Rasim Bulic weiter dabei wäre. Der 25-Jährige, der im vergangenen Sommer ablösefrei vom SSV Jahn Regensburg an die Wedau gekommen ist, hat sich im defensiven Mittelfeld zum absoluten Eckpfeiler und Leader entwickelt. Umso tragischer, dass ausgerechnet Bulic kurz vor Schluss der Partie gegen Viktoria Köln aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf und so die Chance verpasste, seine Mannschaft in die Relegation zu schießen.
„Ich gehöre nicht zu den Menschen, die in solchen Situationen weinen. Natürlich bin ich enttäuscht – aber nur kurz: Es geht immer weiter“, zeigte sich Bulic bei MagentaSport gefasst und blickte zugleich positiv auf die Entwicklung des letzten Jahres zurück: „Der MSV hat hier vor 10.000 Fans gespielt, jetzt kommen 30.000 Zuschauer. In der Stadt lebt der MSV wieder. Dafür haben wir gesorgt und dürfen stolz sein.“
Ob Bulic diese Entwicklung in Duisburg weiter begleiten und vorantreiben wird, ist offen. Laut Reviersport wirbt der VfL Osnabrück um den gebürtigen Frankfurter, dessen Vertrag nur noch bis 2027 läuft, und kann mit der Aussicht auf die 2. Bundesliga locken. Letztlich sitzt der MSV zwar am längeren Hebel, könnte bei einem lukrativen Angebot aber gesprächsbereit sein.
Nicht mehr dem künftigen MSV-Kade angehören wird laut Reviersport Steffen Meuer, der keinen neuen Vertrag erhalten soll. Ob es für die ebenfalls nur noch bis zum 30. Juni gebundenen Maximilian Dittgen, Florian Egerer, Dominik Becker, Thilo Töpken, Mert Göckan, Jesse Tugbenyo, Leon Müller und Julius Paris weitergeht, ist noch unklar. Vermutlich werden aber nicht allzu viele dieser Verträge verlängert.
Abzuwarten bleibt, ob der im Winter von Dynamo Dresden ausgeliehene Dominik Kother auch künftig für die Zebras spielen wird. Zu erwarten ist, dass der MSV den Versuch unternehmen wird, den offensiven Flügelspieler fest zu verpflichten. Ob ein gemeinsamer Nenner mit Dynamo erreicht wird, bleibt aber abzuwarten und könnte auch davon abhängen, ob für Kother auch noch andere Interessenten auf den Plan treten.







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