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Der späte 4:3-Siegtreffer durch ein Eigentor von Joe Bichsel bescherte Hansa Rostock am vergangenen Samstag beim 1. FC Saarbrücken zwar zum Abschluss der Saison noch einmal einen sportlichen Erfolg, der allerdings kaum noch eine Bedeutung hatte – und vielmehr sogar völlig in den Hintergrund rückte.
Denn überschattet wurde der Rostocker Erfolg im Ludwigsparkstadion durch den Sturz eines mitgereisten Hansa-Fans von der Tribüne, der traurige Folgen hatte. Am Donnerstag musste der FC Hansa vermelden, dass der Anhänger seinen schweren Verletzungen erlegen ist.
Obwohl in diesem Zusammenhang völlig irrelevant hatte der abschließende Dreier auch mit Blick auf die Tabelle nicht mehr die erhofften Auswirkungen, da Schützenhilfe ausblieb und Hansa der zuvor rechnerisch noch mögliche Sprung auf den dritten Platz nicht mehr gelungen ist.
Hansa ist somit erneut mehr oder weniger knapp gescheitert und geht in ein drittes Jahr in der 3. Liga – und das sicherlich auch wieder mit dem klaren Ziel, den Aufstieg zu schaffen. Dass mit Fortuna Düsseldorf ein Schwergewicht hinzukommt, macht die Mission Aufstieg indes nicht einfacher. So müssen im Sommer die anstehenden Personalentscheidungen sitzen, wobei Sportdirektor Amir Shapourzadeh dank des winterlichen Verkaufs von Ryan Naderi an die Glasgow Rangers für kolportierte sechs Millionen Euro über einen ordentlichen Handlungsspielraum verfügen sollte.
Bereits festgelegt haben sich die Rostocker Verantwortlichen, auf der Trainerbank weiterhin auf Daniel Brinkmann setzen zu wollen. „Daniel ist ein junger, aufstrebender Trainer mit Entwicklungspotenzial. Er passt als Typ gut zum Verein, ist emotional und direkt. Er bringt ein spannendes und gutes Profil mit, was hoffentlich auch dazu führt, dass wir gemeinsam eine Liga höher spielen“, erklärte Shapourzadeh gegenüber dem NDR, mit dem im Herbst 2024 als Nachfolger von Bernd Hollerbach installierten Brinkmann einen neuen Anlauf zu starten.
Brinkmann freut das Vertrauen und will alles daran setzen, es zurückzuzahlen: „Ich bin mir meiner Aufgabe und meiner Pflicht bewusst und dementsprechend mache ich mir viele Gedanken“, so der 40-Jährige, in dessen Trainerteam es eine Veränderung geben wird. So gab Hansa die Trennung von Dirk Orlishausen bekannt, obwohl der Torwarttrainer noch einen Vertrag bis 2027 besaß. Als Nachfolger ist dafür Arvid Schenk im Gespräch, der zuletzt in gleicher Funktion für den FC Ingolstadt tätig war, auch aus persönlichen Gründen aber wieder zurück in die Nähe seiner Heimatstadt Rostock möchte und beim FC Hansa somit ein optimales Betätigungsfeld vorfände.
Bevor die Zukunftsplanungen, zu denen auch zahlreiche auslaufende Verträge gehören, in den nächsten Tagen und Wochen konkretisiert und auch finalisiert werden, steht für Hansa am Samstag noch eine wichtige Partie auf dem Programm.
Im Landespokalfinale trifft die Kogge auf den Sechstligisten SV Pastow und peilt natürlich einen Sieg an, um damit die Qualifikation für den nächstjährigen DFB-Pokal zu schaffen. Damit verbunden wären garantierte Einnahmen von mehr als 200.000 Euro, die bei der Kaderplanung sicherlich nicht schaden würden.







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