
Auch zwei Wochen nach dem zumindest für ein Jahr letzten Auftritt in der 2. Bundesliga sind bei Preußen Münster einige Personalfragen noch offen. Dass mit Thomas Wörle schnell der neue Trainer gefunden wurde, der die Nachfolge des bei seiner Rettermission nicht erfolgreichen Alois Schwartz angetreten hat, ist ein wichtiger Baustein, dem aber weitere Entscheidungen folgen müssen und auch werden.
Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Ole Kittner und Sportdirektor Jan Uphues arbeiten in enger Abstimmung mit Wörle indes mit Hochdruck daran, die derzeit noch vielen Fragezeichen zu beseitigen, die sowohl den bisherigen Kader als auch mögliche Neuzugänge betrifft.
Nach Informationen der Bild haben die Adlerträger Yassine Bouchama, Niko Koulis, Charalambos Makridis und Lars Lokotsch jeweils eine Verlängerung der am 30. Juni auslaufenden Verträge angeboten, allerdings zu im Vergleich zur 2. Bundesliga reduzierten Bezügen. Das Quartett konnte sich bisher indes noch nicht zu einer Zusage durchringen und prüft für sich wohl auch noch andere Optionen.
Das gilt noch mehr für Paul Jaeckel, der im Moment nicht verlängern will und auf den persönlichen Verbleib in Liga zwei hofft. Bisher allerdings fehlen für den 27 Jahre alten Innenverteidiger offenbar die passenden Angebote, sodass Jaeckel auch noch nicht ausschließen will, doch noch in Münster zu bleiben. Klar ist allerdings, dass die Preußen nicht ewig warten und ihre Planungen forcieren werden. Das Szenario, dass dann kein Platz mehr im Kader vorhanden ist, wenn Jaeckel doch Gesprächsbereitschaft signalisieren sollte, ist zumindest vorstellbar.
Auf Seiten der Neuzugänge steht bisher lediglich Mika Stuhlmacher, der seinen Anteil am Aufstieg des SV Meppen in die 3. Liga hatte und nun auch in Münster die Offensive ankurbeln soll. Der 23-Jährige wird allerdings sicher nicht der letzte Neue bleiben und auch für den vorderen Bereich wird sich noch einiges tun.
Namen potentieller Verstärkungen machen an der Hammer Straße in jedem Fall einige die Runde. Heißt gehandelt wird aktuell Elias Löder, den mit Trainer Wörle eine gemeinsame Vergangenheit beim SSV Ulm besitzt und der nach dem Abstieg der Spatzen in die Regionalliga ablösefrei auf dem Markt wäre. Löder, der mit zehn Toren und drei Vorlagen noch einer der Lichtblicke in einem aus Ulmer Sicht weitgehend verkorksten Jahr war, wäre sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Angriff eine gestandene Alternative mit in der 3. Liga nachgewiesener Qualität.
Im Gespräch sind zudem mit Maurice Boakye und Mansour Ouro-Tagba zwei 21-jährige Talente aus dem Unterbau von Bundesligisten. Während Boakye den HSV aufgrund eines auslaufenden Vertrages ablösefrei verlassen kann, war Ouro-Tagba zuletzt vom 1. FC Köln an den VfB Stuttgart II verliehen und könnte erneut auf Leihbasis verfügbar sein.







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