
Mit dem 3:0-Sieg im westfälischen Landespokal-Finale gegen die Sportfreunde Lotte hat der SC Verl die Saison 2025/26 erfolgreich beendet und sich zugleich einen Startplatz in der ersten Runde des nächstjährigen DFB-Pokals gesichert, die garantierte Einnahmen von mehr als 200.000 Euro bedeutet.
Sportvorstand Zlatko Janjic besitzt damit einen etwas größeren Spielraum bei der Kaderzusammenstellung des künftigen Kaders, der wieder einmal ein neues Gesicht erhält und den Abgang von wichtigen Akteuren verkraften muss. Mit Timur Gayret, Martin Ens und Marco Wörner (alle SC Paderborn) haben drei Verler sogar den Sprung in die Bundesliga geschafft, während Berkan Taz (VfL Bochum), Fynn Otto (1. FC Nürnberg) und Oualid Mhamdi (1. FC Heidenheim) nächste Saison zumindest eine Klasse höher in Liga zwei spielen werden. Wohl ebenso wie Alessio Besio, der vom SC Freiburg nur ausgeliehen war und nun vor allem mit Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht wird.
Der Aderlass muss mit diesen Akteuren aber noch lange nicht beendet sein, sondern könnte sich auf zwei wichtigen Positionen fortsetzen: im Tor und auf der Trainerbank. Schlussmann Philipp Schulze steht beim polnischen Erstligisten Górnik Zabrze auf der Liste, der sogar mit der Aussicht auf internationalen Fußball locken kann. Der Klub von Lukas Podolski ist amtierender Vize-Meister sowie Pokalsieger und will die in der jüngeren Vergangenheit auch dank kluger Transfers eingeschlagene Entwicklung fortsetzen – möglicherweise mit Schulze, der zwar noch einen Vertrag bis 2027 besitzt, bei einem lukrativen Angebot aber wohl nicht unverkäuflich wäre.
Trainer Strobl wird unterdessen auch in Wolfsburg gehandelt, vor allem aber mit Arminia Bielefeld in Verbindung gebracht. Wie vor drei Jahren, als Mitch Kniat die Poststraße in Richtung Alm verließ, könnte Verl wieder einen Erfolgscoach an den ostwestfälischen Nachbarn verlieren, wenngleich Strobl zuletzt mit einigen Aussagen durchaus auch die Hoffnung befeuert hat, seine erst vor einem Jahr begonnene Arbeit in Verl fortsetzen zu wollen.
Sportvorstand Zlatko Janjic ist momentan auf jeden Fall vielbeschäftigt und muss in verschiedenen Szenarien denken, sowohl im Tor als auch auf der Trainerbank Alternativen zumindest im Kopf haben. Sorgen, dass der Kader in der nächsten Saison deutlich schwächer sein könnte, macht sich der Ex-Profi aber nicht wirklich und setzt in diesem Zusammenhang auf das in der Vergangenheit bewährte Scouting.
„Wir haben über die Jahre immer wieder Schattenkader. Wir haben es über die letzten Jahre immer wieder hinbekommen, die Leistungsträger zu ersetzen. Deswegen ist mir erstmal nicht bange. Über unsere Scouts und die Datenbank versuchen wir wieder, neue Talente zu finden“, so Janjic, der aber natürlich auch weiß, dass es nicht ohne Weiteres jedes Jahr gelingen kann, eine Vielzahl an Leistungsträgern so zu ersetzen, dass dennoch eine Rolle im vorderen Bereich der Tabelle möglich ist.







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