
Dreieinhalb Wochen nach dem Ende einer Saison, die in der Vorrunde lange nicht wie erhofft verlaufen ist, dann aber mit einer sehr guten Rückrunde zu Ende ging, richtet sich bei Alemannia Aachen der Fokus immer mehr auf die neue Spielzeit. Dass das vergangene Halbjahr Erwartungen geweckt hat, wissen die Verantwortlichen am Tivoli natürlich, profitieren dadurch aber auch von einer aufgekommenen Euphorie, die sich unter anderem im Dauerkartenverkauf positiv niederschlägt.
Um in der neuen Saison an die vergangenen Monate anknüpfen zu können, sind Geschäftsführer Rachid Azzouzi und Trainer Mersad Selimbegovic erst einmal gefordert, wieder einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen, der mit dem von Hannover 96 nur ausgeliehenen und nun nach Höherem strebenden Top-Scorer Lars Gindorf einen schmerzhaften Verlust verkraften muss.
Mit Jonas Oehmichen (Dynamo Dresden) und Pierre Nadjombe (1. FC Magdeburg) verlassen zwei weitere, zu Leistungsträgern avancierte Leihspieler den Verein nach jetzigem Stand ebenfalls wieder, wobei bei Rechtsverteidiger Nadjombe das letzte Wort noch nicht gesprochen sein muss.
Einen Erfolg konnte die Alemannia unterdessen auf der linken Abwehrseite vermelden, denn der zuletzt von der SpVgg Greuther Fürth nur ausgeliehene Matti Wagner bleibt am Tivoli. Der 21-Jährige wurde nun fest verpflichtet und unterschrieb für zwei Jahre. Sehr zur Freude von Trainer Selimbegovic, der Wagner noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung sieht: „Matti bringt Tempo, Intensität und Ehrgeiz mit. Er ist mittlerweile ein gestandener Drittligaprofi und nach wie vor sehr lernwillig. Ich freue mich darauf, ihn bald wieder auf dem Trainingsplatz zu begrüßen, wenn wir in die Vorbereitung starten.“
Wagner selbst macht kein Geheimnis daraus, dass der Verbleib sein klarer Wunsch war, auch aus persönlichen Gründen: „Für mich stand schnell fest, dass ich bei der Alemannia bleiben möchte. Als gebürtiger Aachener liegt mir viel am Verein und deswegen bin ich sehr glücklich darüber, in den kommenden Jahren weiterhin auf dem Tivoli spielen zu können – und damit auch in meiner Heimat und bei meiner Familie.“
Anders als Wagner wird Fotios Pseftis kommende Saison nicht mehr dem Aachener Kader angehören. Der griechische Schlussmann, der im Winter vom FC Lugano ausgeliehen wurde und immerhin in zehn Drittliga-Spielen im Tor stand, wird nicht fest verpflichtet. „Wir werden das nicht umsetzen können“, erklärte Azzouzi gegenüber der Aachener Zeitung, dass die Ablöse für den 23-Jährigen zu hoch wäre. Weil Lugano zugleich wohl keine Kompromissbereitschaft zeigt, muss sich die Alemannia zwischen den Pfosten umorientieren. Während Routinier Manuel Riemann für ein weiteres Jahr gebunden werden könnte, dürfte mindestens ein neuer Keeper kommen.
Nicht nach Aachen wechseln wird unterdessen Noah Pesch, der gerüchteweise als Neuzugang gehandelt wurde. Der zuletzt von Borussia Mönchengladbach an den 1. FC Magdeburg verliehene, dort aber nicht über eine Nebenrolle hinausgekommene Offensivmann ist kein Thema. Peschs Vater Manfred dementierte in der Aachener Zeitung jeden Kontakt zur Alemannia.







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