
Die Enttäuschung, die nach der verlorenen Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth und dem damit geplatzten Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga nach langen 19 Jahren natürlich groß war, ist bei Rot-Weiss Essen mittlerweile einigermaßen verarbeitet. Vielmehr richtet sich der Fokus inzwischen auf die neue Saison, in der die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat einen neuen Anlauf in Richtung Aufstieg starten dürfte, freilich wohlwissend, dass mit Fortuna Düsseldorf ein starker Konkurrent hinzukommt und auch anderen Vereine wie Hansa Rostock, der MSV Duisburg oder der SV Wehen Wiesbaden Liga zwei ins Visier nehmen werden.
Dass mit Torben Müsel (1. FC Magdeburg) und Kaito Mizuta, den es nach seinem Vertragsende mindestens zu einem Zweitligisten zieht, zwei Leistungsträger künftig nicht mehr dabei sind, macht die Essener Mission mutmaßlich auch nicht einfacher, zumal auch völlig offen ist, ob der in der Rückrunde vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Dickson Abiama gehalten werden kann.
Mit Müsel, Mizuta und Abiama geht jede Menge Offensivwucht verloren. Auch Jaka-Cuber Potocnik, der sich in der Endphase den Platz im Sturmzentrum gesichert hat, kann nach jetzigem Stand nicht mehr eingeplant werden. Beim 21 Jahre alten Slowenen ist aber eine erneute Ausleihe vom 1. FC Köln denkbar.
Während Janne Sietan vom SV Waldhof Mannheim bislang der einzige echte Neuzugang ist und die Sechser-Position verstärken soll, wurde ansonsten nur der bisher vom SC Freiburg geliehene Linksverteidiger Franci Bouebari fest gebunden. Jannik Hofmann, Leihgabe vom 1. FC Nürnberg, soll zeitnah folgen, nachdem sich beide Vereine in den Ablöseverhandlungen wohl angenähert haben.
Weil Rückkehrer Luca Bazzoli (SSV Ulm) künftig in der Innenverteidigung eingeplant ist, die Lücke dort trotz der Abgänge von Michael Schultz und Tobias Kraulich nicht ganz so groß ausfällt, liegt der Fokus bei der aktuellen Personalplanung vor allem auf der Offensive.
Dass Jannik Mause keine Zukunft in Essen haben wird, hat sich schon früh abgezeichnet. Der vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Mittelstürmer kehrt in die Pfalz zurück, hat freilich auch dort keine Perspektive. Eher überraschend kommen derweil die via WAZ durchgesickerten Zweifel an Marek Janssen, die man bei RWE offenbar hat. Aufgrund von Defiziten im läuferischen Bereich sehen die Essener Verantwortlichen in Janssen trotz dessen beachtlicher 14 Treffer in der abgelaufenen Saison keinen Stürmer auf absolutem Top-Niveau in Liga drei.
Während der 29-jährige Janssen von dieser Einschätzung nur aus den Medien erfahren haben soll und dementsprechend irritiert sowie auch verärgert sein dürfte, soll RWE schon einen neuen Mittelstürmer ins Visier genommen haben.
Nach Informationen der Bild zeigt Essen Interesse an Christoph Daferner, der für Dynamo Dresden 2025/26 zwar sieben Tore in der 2. Bundesliga erzielt hat, hinter Vincent Vermeij aber in der Regel nur Stürmer Nummer zwei war. Der 28-Jährige war damit sicherlich nicht vollends zufrieden, will aber eigentlich einen neuen Anlauf in Dresden starten. Ausgeschlossen ist aber auch nicht, dass Daferner im Laufe des Sommers auf den Markt kommt. Für diesen Fall allerdings sollen neben RWE auch Duisburg und Düsseldorf parat stehen.







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