
Mit dem standesgemäßen 3:0-Sieg im Landespokalfinale gegen den VfR Mannheim hat der SV Waldhof Mannheim einen erfolgreichen Abschluss der insgesamt sehr durchwachsenen Saison 2025/26 geschafft und sich zugleich ein absolutes Highlight verschafft, von dem zum Zeitpunkt der Partie freilich noch nichts zu ahnen war.
Denn erst am vergangenen Samstag wurde die erste Runde des nächstjährigen DFB-Pokals ausgelost, für die sich die Buwe als Landespokalsieger qualifiziert haben und in der im August der 1. FC Kaiserslautern zum stets brisanten Derby in die Quadratestadt kommt.
Während bei den Fans die Vorfreude auf das Duell mit dem wenig geliebten Rivalen schon jetzt groß ist, können die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber derzeit noch nicht so weit denken. Schließlich gilt es weiterhin einen neuen Trainer zu finden, nachdem Luc Holtz auf dessen Wunsch hin die Freigabe erteilt wurde und der bisherige Waldhof-Coach inzwischen beim FC Metz angeheuert hat.
Sah es nach der Demission von Holtz noch nach einer schnellen Lösung mit dem Deutsch-Kosovaren Orest Shala aus, der den portugiesischen Drittligisten CD Mafra verlässt, ist die Lage mittlerweile eine andere. Offenkundig fehlt die volle Überzeugung, dass der unerfahrene Shala die passende Option ist, was gleichermaßen für den ebenfalls gehandelten Roberto Hilbert gelten soll. Der ehemalige Nationalspieler war zuletzt für die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth zuständig, besitzt aber noch keine Erfahrung als Trainer oberhalb der Regionalliga. Gleichwohl könnte es laut kicker mit einer Entscheidung schnell gehen, dann wohl mit einem Mister X.
Nachdem sich in den letzten sechs Jahren sieben Trainer vergeblich daran versucht haben, für Kontinuität zu sorgen, sollte der nächste Schuss sitzen, damit die in Mannheim vor allem von Präsident und Mäzen Bernd Beetz geschürten Ambitionen endlich auch erfüllt werden können. Das Ziel dürfte so auch in der neuen Saison wieder lauten, um den Aufstieg mitzuspielen und den Sprung ins Unterhaus des deutschen Fußballs zu schaffen – was freilich schon alleine wegen Konkurrenten wie Fortuna Düsseldorf, Hansa Rostock, Rot-Weiss Essen oder dem MSV Duisburg alles andere als einfach werden dürfte.
Neben der Trainerwahl müssen so auch die Transfers sitzen, zumal gerade mit Janne Sietan (Rot-Weiss Essen) ein schmerzhafter Abgang wegzustecken ist. Mit Jid Okeke (Stockport County), Noah Sarenren Bazee (Arminia Bielefeld), Kian Ramadani (1. FC Kaiserslautern U19) und Julian Ulbricht (SV Meppen) stehen bisher vier Neuzugänge fest, bei denen es aber sicherlich nicht bleiben wird.
Obwohl mit Sarenren Bazee, Ramadani und Ulbricht bereits drei Angreifer gekommen sind, wobei ersterer variabel einsetzbar ist und auch auf dem Flügel spielen kann, soll die zuletzt eher dünn besetzte Offensive weiter aufgerüstet werden. Als Kandidat gilt so auch Eduard Probst, der in der vergangenen Saison für den SV Rödinghausen in der Regionalliga West in 34 Partien 19 Tore erzielt und drei weitere vorbereitet hat. Der 25-Jährige, der für den SC Verl in 27 Drittliga-Spielen schon fünf Mal getroffen hat, könnte so in Liga drei einen neuen Anlauf nehmen.







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