

Am Donnerstag hat der DFB bestätigt, was sich schon in den Tagen zuvor abgezeichnet hatte. Durch den Zwangsabstieg des TSV 1860 München, der nicht die für die Lizenzerteilung nötige Liquidität nachweisen konnte, bleibt der TSV Havelse trotz des sportlichen Abstieges in der 3. Liga. Weil die Münchner Löwen ans Tabellenende gesetzt wurden, erweist sich die ordentliche Rückrunde inklusive Abschluss auf dem ersten Abstiegsplatz noch als enorm wertvoll.
Nachdem zumindest die ersten knapp drei Wochen der Sommerpause ausschließlich für eine Zukunft in der Regionalliga geplant wurde, bedeutet der plötzliche Ligaverbleib aber auch eine Mammutaufgabe, gilt es doch in der Kürze der Zeit umzuplanen.
„Die Freude über den Klassenerhalt ist genauso groß wie die damit verbundenen Herausforderungen. Der Klassenerhalt ist das Ergebnis einer minimalen Chance, die wir uns über Monate hinweg erarbeitet und bis zum Schluss bewahrt haben. Dass diese Chance heute Realität geworden ist, verdanken wir einer Eigenschaft, die im Sport oft wie eine Floskel klingt, am Ende aber den entscheidenden Unterschied macht: niemals aufzugeben“, überwog bei Florian Riedel auf der Vereinshomepage indes ganz klar das Positive, wobei nun abzuwarten bleibt, inwieweit der eigentlich scheidende Sportdirektor und Geschäftsführer in die weiteren Abläufe noch involviert sein wird. Vermutlich aber nicht mehr, soll sich Riedel doch in Gesprächen mit Energie Cottbus befinden.
Weil Riedels sehr wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung steht und auch die Zukunft des bislang nur bis zum 30. Juni gebundenen Trainers. Samir Ferchichi offen ist, steht der TSV vor intensiven Wochen. Dessen ist sich auch Daniel Wolter bewusst, wobei sich der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich zeigt, den Berg an Aufgaben meistern zu können: „Wer diesen Verein kennt, weiß, dass wir Herausforderungen nicht ausweichen. Wir werden uns auch dieser Aufgabe mit voller Leidenschaft, voller Überzeugung und voller Vorfreude stellen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Fans, Sponsoren, Partnern, Ehrenamtlichen und Freunden des Vereins werden wir erneut alles daransetzen, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.“
Erst einmal hat der TSV, der auch in der kommenden Saison wieder ins Eilenriedestadion nach Hannover ausweichen muss, weil das eigene Wilhelm-Langrehr-Stadion nicht die Voraussetzungen für die 3. Liga erfüllt, aber um Verständnis dafür gebeten, sich zu „einzelnen Personalien, organisatorischen Themen sowie weiteren Entscheidungen rund um die Saison 2026/27“ noch nicht konkret äußern zu können.
Angesichts des Saisonstarts am 7. August ist zwar noch genügend Zeit vorhanden, doch die wesentlichen Entscheidungen sollten nicht allzu lange auf sich warten lassen. Schließlich gilt es dann, einen Kader zusammenzustellen, der möglichst auf sportlichem Weg die Klasse halten soll. Über die bisherigen, eigentlich für die Regionalliga verpflichteten Neuzugänge Luis Podolski (Hessen Kassel) und Fyn-Luca Ebeling (TuS Bersenbrück) hinaus sind dafür sicherlich noch einige Verstärkungen nötig.







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