
Mit noch langsamen Beginn am Donnerstag mit dem Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika (2:0) hat die WM 2026 am Wochenende richtig Fahrt aufgenommen. Zwölf Partien sind mittlerweile schon absolviert, womit die Hälfte der 48 teilnehmenden Nationen zum ersten Mal im Einsatz war und sich erste Tendenzen mehr oder weniger klar erkennen lassen.
Dank des neuen Modus, der nur für 16 Teams das Vorrunden-Aus bringt, aber auch acht der besten zwölf Gruppendritten einen Platz im Sechzehntelfinale beschert, haben insbesondere die Nationen mit einem klaren Auftaktsieg bereits sehr gute Aussichten auf die K.o.-Phase
Das gilt allen voran natürlich für die deutsche Mannschaft, die gegen Curacao zwar einen Gegentreffer hinnehmen musste, letztlich aber den allseits erwarteten Kantersieg landete und mit einem 7:1 auch richtig Selbstvertrauen tanken konnte. In dieser Form nicht unbedingt zu erwarten war hingegen das 5:1 Schwedens gegen Tunesien, nachdem das Dreikronenteam eine schwache Qualifikation gespielt und sich erst in den Play-offs im März einen Platz im Teilnehmerfeld erspielt hat. Gastgeber USA schürte unterdessen mit einem 4:1 gegen Paraguay die zuvor noch eher zurückhaltende Stimmung im Land und sorgte zugleich für einen Run auf die Tickets für die weiteren Partien der US-Boys.
Wo Gewinner sind, gibt es aber auch Verlierer. In diesem Zusammenhang zu nennen ist auch die Schweiz, obwohl gar nicht verloren wurde. Doch das 1:1 gegen Katar nach teils drückender Überlegenheit und durch ein Gegentor in der Nachspielzeit markierte für die so ambitionierte Nati einen Fehlstart.
Noch graviender in den Startlöchern hängengeblieben ist die Auswahl der Türkei, die nicht zuletzt dank der jungen Garde um Arda Güler mit reichlich Selbstvertrauen und auch einer enormen Erwartungshaltung nach Nordamerika gereist ist. Im Wissen darum, der Türkei spielerisch unterlegen zu sein, ging Australien mit einer strikten Defensiv- und Kontertaktik ins Spiel, die sich als überaus effiizient und dank der Tore von Nestory Irankunda und Connor Metcalfe auch als erfolgreich erwiesen hat.
Obwohl die Enttäuschung im Land groß ist, war Kapitän Hakan Calhanoglu darum bemüht, den positiven Aspekt herauszustreichen: „Ein schlechter Start ins Turnier ist natürlich nicht gut, aber manchmal tut ein Rückschlag gut, um wieder auf die Beine zu kommen. Jeder muss besser und disziplinierter spielen“, so der Mittelfeldmann von Inter Mailand, der natürlich auch weiß, dass der Druck vor dem zweiten Spiel am Samstag gegen Paraguay (5 Uhr MESZ) schon enorm ist.
Eine Pause gönnt sich die WM 2026 so schnell nicht, sodass bei Fußballfans auch zum Start in die neue Woche sicher keine Langeweile aufkommen wird. Den Anfang macht um 18 Uhr Europameister Spanien, der auf die Kap Verde trifft, die erstmals bei einer WM-Endrunde dabei sind.
Um 21 Uhr treffen dann Ägypten und Belgien aufeinander, bevor in der Nacht Saudi-Arabien und Uruguay (0 Uhr) sowie Neuseeland und der Iran (3 Uhr) die Klingen kreuzen.







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