
Mit einem 1:1 zwischen Tschechien und Südafrika hat am Donnerstagabend der zweite Spieltag bei der WM 2026 begonnen. Während diese beiden Teams somit weiterhin auf einen Sieg warten und um das Weiterkommen bangen müssen, hat Mexiko bereits den Sprung in die K.-o.-Phase geschafft – und das sogar als Gruppensieger. Mit Kanada hat auch der zweite Co-Gastgeber seine Chancen deutlich verbessert, doch die Freude über einen 6:0-Kantersieg gegen Katar war alles andere als ungetrübt.
Im Duell der beiden Auftaktsieger in Gruppe A lieferten sich Mexiko und Südkorea in Guadalajara eine intensive, aber nicht unbedingt mitreißende Partie, die letztlich durch einen Fehler vom südkoreanischen Schlussmann Seung-Gyu Kim entschieden wurde. Der im Vergleich zum 2:0-Auftaktsieg gegen Südafrika neu in die Startelf gerückte Luis Romo war der Profiteur und erzielte in der 50. Minute den einzigen Treffer der Begegnung.
Weil die FIFA im Vergleich zu den vorherigen Turnieren den direkten Vergleich bei Punktgleichheit wieder stärker gewichtet als die Tordifferenz, steht Mexiko nach den beiden Siegen nicht nur schon sicher im Sechzehntelfinale, sondern sogar schon als Gruppensieger fest. El Tri kann somit das letzte Gruppenspiel gegen Tschechien ohne Druck angehen und vor allem auch in der K.o.-Phase in der Heimat antreten. Am 1. Juli (3 Uhr) geht es für Mexiko im Aztekenstadion in Mexiko–City gegen einen Gruppendritten.
Ganz so weit wie Mexiko ist Team Kanada noch nicht, doch auch die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch hat einen sehr großen Schritt gemacht. Nachdem zum Auftakt gegen Bosnien-Herzegowina ein 1:1 gerettet werden konnte, gelang gegen Katar ein 6:0-Kantersieg, der freilich auch durch zwei Platzverweise für den Gegner begünstigt wurde. Zunächst sah Homam Ahmed in der 33. Minute wegen einer Notbremse an Tajon Buchanan Rot und dann musste in der 51. Minute auch Assim Madibo vom Feld, der mit seinem Einsteigen gegen Ismael Koné für den wohl bittersten Moment im bisherigen WM-Verlauf sorgte.
Nach Madibos Foul war direkt zu erkennen, dass sich Konés Bein in keiner natürlichen Position befindet. Der Mittelfeldspieler von Sassuolo Calcio musste mit der Trage vom Platz gebracht werden. Eine genaue Diagnose gibt es bislang zwar noch nicht, doch wird mindestens ein Wadenbeinbruch vermutet. Möglich, dass es zudem auch das Schienbein erwischt hat. Koné wurde in jedem Fall direkt ins Krankenhaus gebracht und steht wohl zeitnah vor einer Operation. Um eine monatelange Zwangspause wird der 24-Jährige in der Folge nicht herumkommen.
Neben Kanada hat in Gruppe B die Schweiz ebenfalls gute Chancen auf das Weiterkommen. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Katar benötigten die Eidgenossen zwar auch gegen Bosnien-Herzegowina eine gewisse Anlaufzeit, gewann dann aber nicht zuletzt dank des eingewechselten Johan Manzambi noch mit 4:1.
Der Shooting-Star des SC Freiburg war sofort ein belebendes Element und schnürte einen Doppelpack, dank dem die Nati schon vor dem letzten Spiel gegen Kanada praktisch weiter ist. Für den Gruppensieg allerdings benötigt die Schweiz wegen der schlechteren Tordifferenz, die bei einem Unentschieden den Ausschlag geben würde, einen Sieg.







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