
Knapp zwei Wochen nach dem Eröffnungsspiel sind drei der zwölf Vorrundengruppen der WM 2026 abgeschlossen – mit teils erwarteten, teils aber auch überraschenden Ergebnissen. Am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag mitteleuropäischer Zeit fanden jeweils in paralleler Ansetzung die letzten Spiele in den Gruppen A bis C statt.
Nachdem WM-Debütant Haiti schon zuvor ausgeschieden war, ist nun auch klar, dass Tschechien und Katar ebenfalls die Heimreise antreten müssen. Mit Kanada und Südafrika schafften es derweil gleich zwei Nationen zum ersten Mal überhaupt in die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft.
In Gruppe A schloss Mexiko mit einem 3:0-Erfolg gegen Tschechien die Vorrunde mit dem dritten Sieg und starken 6:0-Toren ab, stand indes schon zuvor als Gruppenerster fest. Mexikos Trainer Javier Aguirre warf erwartungsgemäß die Rotationsmaschinerie an und sah zunächst eine torlose erste Hälfte. Im zweiten Durchgang schossen dann aber Mateo Chavez, Julian Quinones und Alvaro Fidalgo einen klaren Erfolg für El Tri heraus, freilich auch gegen eine abermals enttäuschende tschechische Mannschaft, die den Schwung der in den Play-off geschafften Qualifikation nie mitnehmen konnte.
Im zweiten Spiel sorgte Südafrika für eine große Überraschung. Mit einem 1:0-Sieg im direkten Duell zog Bafana Bafana noch an Südkorea vorbei und muss damit ersten Mal nicht nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Thapelo Maseko gelang in der 63. Minute das am Kap der guten Hoffnung vielumjubelte Tor des Tages. Südkorea besitzt derweil intakte Chancen, zu den acht besten Gruppendritten zu gehören, die ebenfalls weiterkommen
Kanada hat mit einem 1:2 gegen die Schweiz die erste Niederlage eines WM-Gastgebers wegstecken müssen, aber dennoch als Gruppenzweiter die K.o.-Phase erreicht. Ruben Vargas und Johan Mamzambi, die nach ihren starken Joker-Auftritten beim 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina von Beginn an ran durften, waren mit ihren Toren wieder einmal entscheidend. Kanada kam durch Promise David zwar zum Anschluss und drückte in der Schlussphase auf den Ausgleich, der aber nicht mehr fallen sollte.
Bosnien-Herzegowina legte durch Kerim Alajbegovic und einem von Edin Dzeko provozierten Eigentor gegen Katar gut los, geriet nach dem Anschluss durch Hassan Al-Haydos aber streckenweise in Gefahr, bevor dann der eingewechselte Ermin Mahmic mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte. Zwar belegt Bosnien-Herzegowina wegen der schlechteren Tordifferenz nur Platz drei, führt aber gleichzeitig aktuell das Ranking der Gruppendritten an und sollte auf diesem Weg weiterkommen.
Brasilien hat sich durch Tore von Vinicius Junior (2) und Matheus Cunha mit einem 3:0 gegen Schottland Platz eins in Gruppe C gesichert. Die Selecao verbuchte aus drei Spielen ebenso wie Marokko (4:2 gegen Haiti) sieben Punkte, weist aber die bessere Tordifferenz auf.
Für Schottland hat die WM mit einem 1:0 gegen Haiti gut begonnen, doch nach den Niederlagen gegen Marokko und nun Brasilien droht den Bravehearts das Aus. Schon bevor neun Gruppen abgeschlossen sind, ist Schottland nur der siebtbeste Gruppendritte – und muss vermutlich die Heimreise antreten.







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