
Wie für die deutsche Nationalmannschaft war auch für die nicht minder ambitioniert angereiste Auswahl der Niederlande bereits das Sechzehntelfinale der WM 2026 Endstation – ebenfalls unglücklich nach Elfmeterschießen, gegen ein in den 120 Minuten zuvor stärkeres Marokko aber auch nicht unverdient.
Während Bundestrainer Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem deutschen Aus erklärt hat, seine Arbeit gerne fortsetzen zu wollen, allerdings von Seiten des DFB erst noch eine Analyse stattfinden wird und ein Trainerwechsel alles andere als ausgeschlossen scheint, hat Bondscoach Ronald Koeman von sich aus die Konsequenzen gezogen und seinen Platz auf der niederländischen Bank geräumt.
„Ich verabschiede mich mit gemischten Gefühlen. Natürlich hätte ich meine Zeit bei Oranje am liebsten mit einem Weltmeistertitel abgeschlossen. Dieser Traum ist leider unerfüllt geblieben. Aber vor allem überwiegt der Stolz. Stolz auf alles, was mir der Fußball gebracht hat, auf die Menschen, die ich kennengelernt habe, und auf die Tatsache, dass ich meine größte Leidenschaft zu meinem Beruf machen durfte“, machte Koeman keinen Hehl daraus, sich ein anderes Ende seiner 2023 begonnenen, zweiten Amtszeit beim KNVB gewünscht zu haben und deutete zugleich an, wohl auch nicht mehr auf die Trainerbank zurückzukehren.
„Die vergangenen Jahre haben mir zudem erneut bewusst gemacht, dass es Wichtigeres gibt als Fußball. Fußball war mein Leben, aber Gesundheit ist unbezahlbar. Wenn jemand, den man von ganzem Herzen liebt, einen schweren Kampf ausfechtet, verändert sich die eigene Perspektive“, so der 63-Jährige mit Blick auf die Erkrankung seiner Frau, der Koeman fortan mehr Zeit widmen will als in den letzten Jahren.
Wer die Nachfolge von Koeman antreten wird, ist offen. Der kürzlich beim FC Liverpool freigestellte Arne Slot wäre verfügbar, doch am meisten gehandelt wird aktuell Peter Bosz, der die PSV Eindhoven zur Meisterschaft geführt hat, allerdings noch einen Vertrag bis 2028 besitzt.
Anders als die Niederlande sind Brasilien und der Senegal noch bei der WM dabei, müssen allerdings beide Rückschläge personeller Natur verkraften. Nachdem sich schon früh im Turnier der bislang noch nicht wieder einsatzfähige Raphinha eine Oberschenkelblessur zugezogen hatte, erwischte es nun beim 2:1-Sieg im Sechzehntelfinale gegen Japan mit Lucas Paqueta einen weiteren Stammspieler Brasilien. Der Mittelfeldmann erlitt eine Muskelverletzung im hinteren Bereich des linken Oberschenkels, wobei der brasilianische Verband nicht konkreter wurde und keine zu erwartende Ausfalldauer kommunizierte. Ein Einsatz im Achtelfinale gegen Norwegen gilt aber als ausgeschlossen.
Ins Achtelfinale will auch der Senegal, der dafür am heutigen Mittwoch (22 Uhr MESZ) Belgien ausschalten muss. Wie schon im letzten Gruppenspiel gegen den Irak wird dann Mory Diaw im Tor stehen, da Stammkeeper und Führungsspieler Edouard Mendy abermals passen muss. Der 34-Jährige, einst Gewinner der Champions League mit dem FC Chelsea, hat aber die Hoffnung, bei einem Weiterkommen in der Runde der letzten 16 wieder auflaufen zu können.







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