

Nagelsmann gehalt
Nur noch drei Spiele stehen aus bis das Achtelfinale der WM 2026 komplett ist. Mit Österreich (0:3 gegen Spanien), Kroatien (1:2 gegen Portugal) und Algerien (0:2 gegen die Schweiz) mussten sich am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag drei weitere Teams verabschieden, für die der Traum vom ganz großen Wurf oder zumindest einem noch etwas längerem Verbleib im Turnier geplatzt ist.
Nach dem Finaleinzug 2018 (2:4 gegen Frankreich) und Platz drei bei der WM 2022 ist die aktuelle WM-Endrunde für Kroatien schon deutlich früher beendet. Zum einen auf äußerst bittere Art und Weise, wurde der vermeintliche Ausgleich zum 2:2 kurz vor Schluss doch vom VAR nicht ganz unumstritten zurückgenommen. Zum anderen freilich auch nicht völlig unerwartet, scheint die Mannschaft von Trainer Zlatko Dalic doch zumindest in Teilen über ihren Zenit hinaus, wenngleich Luka Modric mit 40 und Ivan Perisic mit 37 Jahren noch immer zu den Schlüsselspielern zählten.
Nach der WM könnte im kroatischen Team nun ein Umbruch anstehen, sind doch neben Modric und Perisic auch Andrej Kramaric (35), Ante Budimir (34) oder Mateo Kovacic (32) nicht mehr die jüngsten. Methusalem Modric indes wollte kurz nach dem Aus gegen Portugal noch nichts zu seiner Zukunft sagen und ließ erstmal alles offen: „Jetzt ist nicht die Zeit, darüber zu sprechen, ihr werdet es bald erfahren“, so der Mittelfeldstratege, dessen Vertrag bei der AC Mailand am 30. Juni ausgelaufen ist und der durchaus auch komplett die Fußballschuhe an den Nagel hängen könnte.
Aktuell allerdings dominiert bei Modric noch der Frust nach dem Ausscheiden, insbesondere aufgrund mehrerer entscheidender, nicht zu Gunsten Kroatiens ausgefallener Schiedsrichterentscheidungen: „Ich habe schon am Anfang, als der VAR eingeführt wurde, gesagt, dass mir das nicht gefällt. Mit der Zeit ist er für manche Dinge gut, aber sie benutzen ihn falsch. Oder sie benutzen ihn auf eine Art, bei der selektiv geschaut wird. Vielleicht wegen der Größe der Mannschaft oder wegen irgendetwas anderem, ich weiß es nicht.“
Unmittelbar nach dem Scheitern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hat Julian Nagelsmann noch erklärt, seine Arbeit als Bundestrainer fortsetzen zu wollen. Dazu wird es allerdings nun nicht kommen, hat der 38-Jährige doch nicht nur öffentlich jede Menge Gegenwind erhalten, sondern offenbar auch in der internen WM-Aufarbeitung am Donnerstag mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Andreas Rettig, Sportdirektor Rudi Völler und Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke nicht überzeugen können.
Von Verbandsseite soll Nagelsmann, der einen Vertrag bis 2028 besitzt und bei einem vorzeitigen Aus wohl rund sieben Millionen Euro Abfindung erhalten würde, ein Rücktritt nahegelegt worden sein. Wie nun mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat sich Nagelsmann nun doch dazu entschieden, seinen Platz auf der Bank der Nationalmannschaft zu räumen. In Kürze wird mit einer offiziellen Bestätigung gerechnet, bevor dann die Suche nach einem Nachfolger in den Vordergrund rückt – wobei mit Jürgen Klopp der wohl auch zur Übernahme bereite Wunschkandidat längst bekannt ist.







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