
Mit dem Beginn des Achtelfinals ist die WM 2026 am Wochenende endgültig in die heiße Phase eingebogen. Die Hälfte der Begegnungen in der Runde der letzten 16 ist auch schon gespielt und brachte bereits die beiden ersten Viertelfinals. Während sich Frankreich und Marokko in einer Neuauflage des WM-Halbfinales von 2022 gegenüberstehen, treffen Norwegen und England in einem rein europäischen Duell aufeinander – nicht mehr dabei sind hingegen zwei der drei Gastgeber, für die am Wochenende Schluss war.
Kanada präsentierte sich gegen Marokko einmal mehr ansprechend und wurde am Ende mit einer viel zu deutlich ausgefallenen 0:3-Niederlage unter Wert geschlagen. Letztlich war es für die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch wohl auch ein entscheidender Nachteil, dass wegen des verpassten Gruppensieges die K.o.-Spiele nicht mehr in der Heimat bestritten werden konnten, sondern in den USA stattfanden und so der Heimvorteil aus der Vorrunde fehlte – gerade gegen ein lautstark unterstütztes Marokko war das kein unwesentlicher Faktor.
Anders als Kanada durfte Mexiko im Achtelfinale zu Hause ran. In einem extrem stimmungsvollen Aztekenstadion lieferte sich El Tri mit England denkwürdige 90 Minuten, an deren Ende inklusive fast 13 Minuten Nachspielzeit indes eine bittere 2:3-Niederlage stand. Obwohl beinahe die gesamte Hälfte in Überzahl schaffte es Mexiko nicht, leidenschaftlich zu Werke gehende Three Lions niederzuringen, womit der große Traum vom Titel relativ frühzeitig geplatzt ist.
Mexiko, bei den letzten neun WM-Endrunden nun zum achten Mal im Achtelfinale gescheitert, kann sich aber erhobenen Hauptes von der WM verabschieden und hat mit seinem Publikum das Turnier fraglos mitgeprägt. Und dank vielversprechender junger Spieler wie allen voran Gilberto Mora ist für die Zukunft definitiv Potential vorhanden.
Letzter im Turnier verbliebener Gastgeber sind nun die USA, die in der Nacht auf Dienstag (2 Uhr MESZ) in Seattle auf Belgien treffen. Im Blickpunkt stehen wird dann Folarin Balogun, der die US-Auswahl im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit seinem dritten Turniertor in Führung geschossen, danach allerdings nach einem VAR-Eingriff wegen eines zwar unglücklichen und sicher unbeabsichtigten, aber dennoch heftigen Tritts auf den Knöchel von Tarik Muharemovic mit Rot vom Platz musste.
Gemäß der Regularien wäre Balogun eigentlich automatisch für das nächste Spiel gesperrt gewesen und auch eine Verlängerung der Sperre denkbar gewesen. Nur etwas mehr als 24 Stunden vor dem Anpfiff der Partie gegen Belgien wurde die Sperre Baloguns von der FIFA nun allerdings auf Bewährung ausgesetzt, womit der Angreifer der AS Monaco im Achtelfinale spielberechtigt ist – eine höchst ungewöhnliche Entscheidung, mit der sich der Weltverband angreifbar gemacht hat und die offenbar auch auf Intervention von US-Präsident Donald Trump erfolgt ist.
Trump soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen und eine Überprüfung der Sperre forciert haben. Der belgische Verband RBFA kündigte nach der FIFA-Entscheidung in einer ausführlichen Stellungnahme an, „alle möglichen Optionen“ zu prüfen – auch im Sinne des Fußballs, wie Trainer Rudi Garcia betonte und dabei breite Unterstützung aus der Fußballwelt erhält.







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