
Das Viertelfinale der WM 2026 ist komplett. Am Dienstagabend schaffte zunächst Titelverteidiger Argentinien mit einem ebenso denkwürdigen wie dramatischen 3:2-Sieg gegen Ägypten den Sprung unter die letzten Acht, bevor dann die Schweiz in einem weit weniger spektakulären, aber nicht minder spannenden Duell mit Kolumbien im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich hatte.
Am heutigen Mittwoch gönnt sich die WM 2026 nun den ersten Ruhetag seit dem Eröffnungsspiel am 11. Juni, bevor dann von Donnerstag bis zum frühen Sonntagmorgen mitteleuropäischer Zeit die Halbfinalisten ermittelt werden. Mit Marokko und Argentinien sind dann nur noch zwei nicht europäische Mannschaften dabei, sodass schon jetzt auch klar ist, dass mindestens zwei Vertreter der UEFA auch unter den letzten Vier stehen werden.
Bis zur 79. Minute und zum 1:2-Anschlusstreffer durch Cristiano Romero sah es ganz danach aus, als würde sich Argentinien unerwartet früh von der Mission Titelverteidigung verabschieden müssen. Dann aber war es wieder einmal der früh im Spiel mit einem Elfmeter gescheiterte Lionel Messi, der zunächst Romero per Flanke bediente und dann nur fünf Minuten später persönlich mit seinem bereits achten Turniertor zum 2:2 ausglich, bevor bereits in der Nachspielzeit Enzo Fernandez der 3:2-Siegtreffer glückte – der im argentinischen Lager natürlich vielumjubelt war, auf Seiten Ägyptens aber jede Menge Frust nach sich zog.
Nicht zuletzt auch deshalb, weil aus Sicht der Nordafrikaner der französische Schiedsrichter Francois Letexier großen Anteil an der argentinischen Aufholjagd hatte. Etwa, indem schon vor dem 2:0 Ägyptens ein Treffer der Pharaonen wegen eines Foulspiels auf der anderen Spielfeldseite aberkannt wurde, kurz vor dem Siegtor Argentiniens indes ein Trikotzupfer von Alexis Mac Allister gegen Hamdy Fathy nicht mit Strafstoß geahndet wurde.
„Wir hatten den Sieg verdient. Jeder hat gesehen, dass das Trikot gezogen wurde. Sie aber wollten offenbar, dass Messi im Rennen bleibt“, machte Trainer Hossam Hassan seinem Ärger über die – objektiv durchaus korrekte – Entscheidung, keinen Elfmeter zu geben, Luft. Verbandspräsident Hany Abo Rida hat in der Folge offiziell Beschwerde bei der FIFA eingelegt und eine Untersuchung der Entscheidungen gefordert, zudem den Ausschluss des französischen Schiedsrichterteams vom weiteren Turnierverlauf gefordert – mutmaßlich mit wenig Aussicht auf Erfolg.
Unterdessen wirkt in Deutschland das schwer enttäuschende Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay zwar inklusive diverser Enthüllungen rund um die offenkundig in vielerlei Hinsicht suboptimal verlaufenen Tage in den USA nach. Gleichzeitig arbeitet der DFB aber auch an einer besseren Zukunft, für die nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer stehen soll. Gespräche mit dem 59-Jährigen, der aktuell als TV-Experte die WM begleitet, sollen am Ende der Woche in den USA stattfinden.
Geklärt ist hingegen offenbar schon, dass Rudi Völler als Sportdirektor im Amt bleibt. Laut einem Bericht des kicker hat der 66-Jährige, über dessen Rücktritt auch spekuliert wurde, in einer kleinen Medienrunde erklärt, seine Arbeit fortzusetzen und seinen Vertrag bis 2028 zu erfüllen. Bei Magenta TV zeigte sich Klopp darauf angesprochen offen für eine mögliche Zusammenabeit mit Völler: „Wenn es so kommen sollte, dann wäre es so, dass es hilfreich ist, dass man jemanden da hat, der die Abläufe und alles kennt.“







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