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Gut einen Monat nach dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika geht es bei der WM 2026 beginnend mit dem heutigen Dienstag in die vielzitierte Crunchtime, in der die Entscheidungen fallen und sich Spieler auf ewig einen (weiteren) Eintrag in die Fußball-Geschichtsbücher sichern können. Bevor am Mittwoch England und Argentinien in einem sowohl aufgrund der politischen als auch fußballerischen Geschichte beider Nationen extrem aufgeladenen zweiten Halbfinale aufeinandertreffen, stehen sich am Dienstagabend Frankreich und Spanien gegenüber.
Beide Mannschaften zählten – wie auch England und Argentinien – schon vor dem Turnierstart zum Kreis der Favoriten und haben einiges dafür getan, diese Einordnung zu untermauern. Während der Weg von England und Argentinien ins Halbfinale doch eher holprig war, besteht kein Zweifel daran, dass Frankreich und Spanien hochverdient unter den letzten Vier stehen – auch wenn die spanischen Erfolge im Achtelfinale gegen Portugal (1:0) und im Viertelfinale gegen Belgien (2:1) jeweils erst spät durch Jokertore von Mikel Merino zustande gekommen sind.
Die nach allgemeiner Einschätzung bislang überzeugendste Mannschaft bei dieser WM war Frankreich. Die Equipe Tricolore ist in der K.o.-Phase sogar noch ohne Gegentor, verfügt aber gleichzeitig mit Kylian Mbappé, Michael Olise, Ousmane Dembelé, Desiré Doué und Bradley Barcola über eine der besten Offensivreihen der Fußball-Historie, wobei neben dem erstgenannten Trio in der Startelf nur Platz für Doué oder Barcola ist, der andere sich mit der Jokerrolle begnügen muss.
Trotz dieser Voraussetzungen nutzte Trainer Didier Deschamps, dessen Amtszeit nach der WM-Endrunde definitiv beendet ist, die Pressekonferenz am Montag dazu, um seine Elf zum Außenseiter zu erklären: „Spanien ist der Favorit. Ich will den Druck nicht auf Luis und sein Team schieben, aber sie sind der Favorit. Sie können sehr gut verteidigen und angreifen.“
Selbiges freilich gilt auch und sicher nicht weniger für die französische Mannschaft, in der der nach Adduktorenproblemen wieder fitte Aurelien Tchouameni im Mittelfeld den Vorzug vor Manu Koné erhalten könnte. Ansonsten stellt sich wieder nur die Frage, ob Doué oder Barcola die Offensive komplettiert.
Während in diesen Tagen der Fokus klar auf den letzten vier Spielen der WM 2026 liegt, gehen die Gedanken von FIFA-Präsident Gianni Infantino schon weiter in Richtung der nächsten Endrunde 2030, die nach drei Eröffnungsspielen in Südamerika in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen wird. Dann möglicherweise mit 64 Teams und einem erneut erweiterten Teilnehmerfeld. Entsprechende Überlegungen bestätigte Infantino nun.
Auch weil der Schweizer die gerade erst erfolgte Erhöhung der Teilnehmerzahl von 32 auf 48 Mannschaften als überaus gelungen ansieht: „Man sieht, die Qualität von den Teams ist allgemein extrem hoch und wird höher, höher und höher, überall auf der Welt“, erklärte Infantino gegenüber dem Schweizer Portal blue Sport sicherlich im Hinblick auf bemerkenswert aufgetretene Neulinge wie Kap Verde oder die Demokratische Republik Kongo.
Gespielt würde dann in 16 Vorrundengruppen a vier Teams. Jeweils zwei Teams aus jeder Gruppe kämen ins Sechzehntelfinale, womit der suboptimale Modus mit acht von zwölf Gruppendritten in der K.o.-Phase wegfiele. Die gesamte Anzahl der Spiele würde sich von 104 auf 128 erhöhen.







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