

Bildquelle: Shutterstock.com
Das mitreißende Finale, das freilich im Vorfeld auch nicht erwartet wurde, war es letztlich nicht, dafür aber lieferten sich Spanien und Argentinien hochspannende 120 Minuten, an deren Ende der Europameister fraglos der verdiente Sieger war. Spanien hatte die Partie stets unter Kontrolle und ließ in der regulären Spielzeit keinen einzigen argentinischen Torschuss zu, während die als Titelverteidiger ins Spiel gegangene Albiceleste wie im vorherigen Turnierverlauf zwar wieder reichlich Leidenschaft in die Waagschale warf, diesmal aber nicht den erhofften Erfolg hatte.
16 Jahre nach dem ersten WM-Titelgewinn in Südafrika, als ebenfalls das goldene Tor zum 1:0 gegen die Niederlande erst in der Verlängerung fiel, hat Spanien zum zweiten Mal den Goldpokal in Empfang nehmen dürfen und das mit einer Mannschaft, deren Zusammensetzung und Altersschnitt auch für die nächsten Turniere einiges erwarten lässt – sowohl für die EM 2028 als auch für die WM 2030, bei der die Iberer zusammen mit Portugal und Marokko als Hauptgastgeber fungieren.
Aus dem erweiterten Stamm der Weltmeistermannschaft haben nur Aymeric Laporte (32), Rodri, Fabian Ruiz, Mikel Merino (alle 30) und Mikel Oyarzabal (29) ein Alter erreicht, das mit Blick auf die WM 2030 für gewisse Zweifel sorgt, wobei in allen Fällen eine weitere WM-Endrunde keineswegs ausgeschlossen ist.
Auf der anderen Seite sind allen voran mit Pedri und Gavi junge Spieler vorhanden, die schon Stammkräfte waren, bei der WM aber über eine Nebenrolle nicht hinausgekommen sind und für die Zukunft sicherlich neu angreifen wollen. Das Barca-Duo sollte die Furia Roja ebenso auf Jahre hinaus prägen wie natürlich die schon gesetzten Jungstars Pau Cubarsi und Lamine Yamal. Und mit Nico Williams, der bei der WM 2026 aus einer Verletzungspause kommend nicht so wichtig war wie bei der EM 2024, ist in Zukunft auch wieder verstärkt zu rechnen.
Angeleitet wird die Seleccion weiterhin von Trainer Luis de la Fuente, der seinen großen Erfolge im Juniorenbereich nun auch auf ganz großer Ebene wiederholt hat und als einer der größten Fußball-Lehrer überhaupt in die Geschichte eingehen könnte – erst recht, wenn 2028 und/oder 2030 weitere Titel eingefahren werden sollten.
Einen Platz in den Fußballgeschichtsbüchern hat auch Lionel Scaloni sicher, der die argentinische Nationalmannschaft 2018 als vermeintliche Notlösung übernommen hat. Unter dem ehemaligen Nationalspieler gewann Argentinien nach langen 28 Jahren Durststrecke 2021 die Copa America, legte den WM-Titel 2022 nach und verteidigte 2024 die Kontinentalmeisterschaft, ehe nun im Finale von New York / New Jersey der Traum vom erneuten WM-Triumph platzte.
Anders als Spanien steht Argentinien angesichts zahlreicher Akteure im Herbst ihrer Karriere wie vor allem natürlich dem 39-jährigen Lionel Messi vor einem Umbruch. Ob diesen Scaloni anleiten wird, ließ der von seinen Emotionen übermannte 48-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem WM-Finale offen: „Wir müssen jetzt schauen, ob wir wieder eine so tolle Gruppe zusammenbekommen“, waren die letzten Worte Scalonis, der zuvor noch Gespräche mit Verbandspräsident „Chiqui“ Tapia sowie seinem Trainerteam inklusive seiner früheren Mitspieler Pablo Aimar, Roberto Ayala und Walter Samuel angekündigt hatte.







18+ | Glücksspiel kann abhängig machen | Spiele verantwortungsvoll | AGB gelten | Wir erhalten eine Provision von den hier aufgeführten Buchmachern | Erlaubt gemäß offizieller Whitelist| Hilfe unter www.buwei.de